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ZEIT IST SAND NUR
Neue Musik mit Zukunftspotential

Samstag, 20. März 2010, 19:30
SCHÖMER-HAUS



Programm | AUSFÜHRENDE | Biographien



Polyrhythmik, unabhängige Temposchichten, Pulsationen - die fünf Komponisten des Programms entführen in pochende Klangwelten, die unsere Aufmerksamkeit verstärkt auf den Parameter Rhythmus lenken. Iannis Xenakis (GR/F) forciert in Psappha den nackten Rhythmus, wo der Klang der zeitlichen Pulsation untergeordnet ist. Im Cellostück die zeit ist SAND nUR von Ališer Sijarić werden mehrere rhythmische Schichten kombiniert, was höchste Herausforderungen an jeden Cellisten darstellt. Tristan Murails (F) Garrigue erlebt seine österreichische Erstaufführung. Dazu erklingen zwei Auftragswerke an junge, vielversprechende Komponisten: Peter Jakober (A) arbeitet seit vielen Jahren mit der Überlagerung von mehreren unabhängigen Temposchichten, die zu faszinierenden Höreindrücken führen. Oguz Usman (TR) beschäftigt sich in seinem neuen Werk mit Phänomenen der Wahrnehmung: man darf gespannt sein.


Karlheinz Essl Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Essl
Musikintendant der Sammlung Essl



Programm


Iannis Xenakis (F/GR): Psappha (1976)
für Schlagzeug solo


Tristan Murail (F): Garrigue (2008) - ÖE
für Bassflöte, Viola, Cello und Schlagzeug


Peter Jakober (A): ins andere übertragen (2009/2010) - UA
für Flöte, Klarinette und Streichtrio


Ališer Sijarić  (BOS): die zeit ist SAND nUR (2005)
für Violoncello solo


Oğuz Usman  (TR): tendance II (2010) - UA
für Flöte, Klarinette, Streichtrio und Schlagzeug



Ausführende


PHACE | CONTEMPORARY MUSIC

Sylvie Lacroix: Flöte(n)
Walter Seebacher: Klarinette(n)
Ivana Pristasova: Violine
Petra Ackermann: Viola
Roland Schueler: Cello
Berndt Thurner: Schlagwerk
Simeon Pironkoff: Dirigent


Biographien

PHACE | CONTEMPORARY MUSIC

PHACE | CONTEMPORARY MUSIC (bis Ende 2009 ensemble on_line) ist seit vielen Jahren in der zeitgenössischen Musikszene sehr erfolgreich aktiv und zählt zu den innovativsten & vielfältigsten österreichischen Ensembles für zeitgenössische Musik. Neben dem Schwerpunkt der klassischen, zeitgenössischen Kammermusik inkludiert das künstlerische Spektrum Musiktheaterproduktionen und spartenübergreifende Projekte mit Tanz, Theater, Performance, Elektronik, Video, DJs, Turntablisten, Installationen u.v.m. Mehr als 140 Werke wurden bisher in Auftrag gegeben und uraufgeführt. 2010 wurde die Reihe PHACE x gestartet, die sich mit inszenierten „MUSIK-theatralischen“ Räumen beschäftigt, in denen die Grenzen zwischen zeitgenössischer Musik, Performance, Elektronik, Klang- und Video(installation) verschwimmen. Der aktive Kern des Ensembles (10 MusikerInnen) wird regelmäßig mit MusikerInnen und Gästen aus den verschiedensten Kunstdisziplinen erweitert.

Seit Mitte der 90er Jahre ist das Ensemble mit Auftritten an den wichtigsten Konzerthäusern und bei renommierten Festivals, sowohl in Österreich als auch im Ausland, präsent (wie z.B. Wien Moden, Klangspuren Schwaz, Salzburger Festspiele, Generator, Wiener Konzerthaus, Transart Bozen, Berliner Festspiele, Ultraschall Berlin, Salihara Festival Indonesien, SONEMUS Festival, Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik, u.v.m.).