Junghae Lee (*1964): viv (2005)
für Baritonsaxophon und 8-kanal Live-Elektronik
André Meier (*1974): unsichtbare Grenze II (2009)
für Saxophon und Elektronik
Thomas Peter (*1971) : omit_#2 (2009)
Tapekomposition
Luciano Berio (1925-2003): Sequenza VIIb (1969/1993)
für Sopransaxophon
Karlheinz Essl (*1960): Sequitur VII (2008)
für Altsaxophon und Live-Elektronik
Jorge Sanchez-Chiong (*1969): Cuidad Dormitorio (2009)
für Saxophon und Live-Elektronik
Wurden in den Anfängen der elektronischen Musik die Werke
oft mit grossem materiellen und personellen Aufwand erstellt,
kann dies heute mittels Computersoftware auf einem Laptop realisiert
werden. I>Sequitur/I> von Karlheinz Essl bezieht sich auf die
bekannten Sequenza VIIb von Luciano Berio. Das neue Werk
omit_#2 von Thomas Peter ist ganz für Elektronik geschrieben
worden und in einer mehrkanaligen Version zu hören. Live-elektronische
Werke, wie jenes der Koreanerin Junghae Lee oder des in Österreich
lebenden Venezuelaners Jorge Sanchez-Chiong behandeln den Elektronikpart
als ein dem Saxophonisten gleichwertigen Kammermusikpartner, zudem
werden oft Klänge des Saxophonisten in Echtzeit elektronisch
manipuliert. Der Schweizer Komponist André Meier versucht
in seinem neuen Werk, mit Hilfe der Elektronik die Grenze zwischen
spieltechnisch realen und irrealen Möglichkeiten des Saxophons
aufzuheben.
Biographien
Lars Mlekusch: Saxophon
Der Schweizer Saxophonist studierte an der Hochschule für
Musik in Basel bei Marcus Weiss (Solistendiplom) sowie an der
Northwestern University in Chicago bei Frederick L. Hemke (Master
of Music). Weitere private Studien führten ihn nach Amsterdam
zu Arno Bornkamp und nach Paris zu Claude Delangle. Seit 2005
leitet er eine internationale Saxophonklasse an der Konservatorium
Wien Privatuniversität. Bis 2007 unterrichtete er zudem an
der Hochschule für Musik Basel. Er lehrte zudem an zahlreichen
Meisterkursen und als Gastdozent an Konservatorien und Musikuniversitäten
in Österreich, Neuseeland, Taiwan, Italien, Spanien, in den
USA und in der Schweiz.
Verschiedene Kammermusik- und Soloprojekte, sowie Konzerte mit
dem Klangforum Wien, dem SWR Orchester Freiburg und Baden-Baden
oder dem Ensemble Collegium Novum Zürich führten ihn
an die wichtigsten Festivals in Europa sowie nach Japan, Taiwan,
Neuseeland und in die USA.
Mlekusch war Studienpreisträger des Migros Kulturprozents,
der Friedl Wald Stiftung sowie Preisträger des Fischoff Chamber
Music Competition in Los Angeles. 2003 erhielt er einen Förderpreis
des Kuratoriums Aargau. Mlekusch ist Performing Artist für
die Firma Rico.
Zahlreiche Radioaufnahmen und CD Produktionen dokumentieren
einen Teil seiner künstlerischen Aktivitäten. Seine
erste Solo CD „Saxophone Spaces“ (ez-38040) ist soeben
erschienen.
Lars Mlekusch lebt und arbeitet in Wien.
Thomas Peter: Elektronik
Thomas Peter (*1971) ist freiberuflicher Musiker und Komponist.
Seine Tätigkeit umfasst Bereiche wie Komposition elektroakustischer
Musik, Theatermusik, Filmmusik, Klanginstallationen und die Realisation
und Interpretation von Live-Elektronik. Er lebt und arbeitet in
Zürich.
2004 gründete er mit Lars Mlekusch (Saxophone) das Duo
Saxophonic für zeitgenössische Musik, das in den USA,
Österreich, Slowenien und der Schweiz spielte. Seit 2005
spielt er in mehreren Improvisationsformationen und ist Mitglied
des Ensemble Phoenix Basel. Er erhielt Kompositionsaufträge
von der communauté de travail pour la diffusion de la musique
suisse (Grammont Verlag) und der Kompositionswerkstatt 06 Basel.
Im Herbst 08 erschien sein erstes Soloalbum auf dem Label domizil.
Seine Komposition neugut.rand gewann den elektroakustischen
Kompositionswettbewerb Musica Viva 2007 in Portugal.
Thomas Peter studierte von 2001 bis 2006 Audiodesign (bei Volker
Böhm und Wolfgang Heiniger), Komposition (bei Erik Oña)
und Improvisation (bei Walter Fähndrich) an der Hochschule
für Musik in Basel.