| react_chain_10/02
LALELOO
Loops and more...
Mi, 09.10.2002, 19:30
Sammlung Essl - Lieferhof
- Bernhard Lang: Sampler, Computer, Synthesizer, Electronics
- Robert Lepenik: Tapes, Loops, Gitarre, Electronics
- Edda Strobl: Visuals
LALELOO: Bernhard Lang & Robert Lepenik
LALELOO wurde 2001 von robert lepenik und bernhard lang gegründet,
wobei die formation aus dem improvisationsensemble "picknick mit
weismann" hervorging. dort waren beim improvisieren in zunehmendem
ausmass loops zum einsatz gekommen, und so ging man dann bei LALELOO
von einer beschränkung der improvisationsgrammatik auf schleifenmaterial
aus. diese kommen von delays, samplern, kassettenrecordern, von
sequencern und einem pd-patch, dem "replikator". die "loop-studies"
von LALELOO erforschen phänomenologisch die grundlagen einer
möglichen loop-ästhetik, einer zeitorganisation, die
ausschliesslich in wiederholungen besteht, differenten und mechanischen:
die differenten entsprechen dem scratchen von material, die mechanischen
dem getakteten wiederholen, den "pulsen"; diese techniken sind
weitgehend den avancierten schnitttechniken aus video und film
angelehnt, weshalb LALELOO auch immer wieder zu visuellen abbildungen
der bewegungsstrukturen zu finden versucht, in zusammenarbeit
mit der videokünstlerin edda strobl oder dem videoteam von
lauffilm. die arbeiten von LALELOO haben auch in den notierten
kompositionsprozess direkten eingang geführt, so entstand
eine serie von stücken für solo-instrumente oder ensembles
und einen loop-generator: dw6a für e-viola + e-violine, dw6b
für e-gitarre, dw10a für koto, dw10b für zither,
dw4.04 für posaune, e-viola, klavier + loopgenerator.
cd veröffentlichungen
- loop studies 2cd mirenburg records
- der igel 2cd mirenburg records
- mandolinen in favoriten 2cd mirenburg records
- godard remix 2cd mirenburg records
- echoes of a pink snake 4cd mirenburg records
- same tonto records
Performer
Bernhard
Lang (* 1957 in Linz)
Schulbesuch und Musikstudium am Brucknerkonservatorium, Linz.
Ab 1975 Studium in Graz: Philosophie und Germanistik, Jazztheorie
(D. Glawischnig), Klavier, Harmonielehre und Komposition (Andrej
Dobrowolsky), Kontrapunkt (Hermann Markus Pressl).
1977-1981 Arbeit mit div. Jazzgruppen als Komponist, Arrangeur
und Pianist. 1984-1989 Lehrtätigkeit am Landeskonservatorium
Graz (Satzlehre, Musiklehre, Komposition und Klavier).
Auseinandersetzung mit Elektronischer Musik und Computertechnologie,
ausgehend von Arbeiten am Institiut für Elektronische Musik
Graz. Entwicklung der Software CADMUS in C++ (Entwicklungsumgebung
für Computergestützte Komposition). Weiterführende
Kompositionsstudien bei Gösta Neuwirth. Einführung in
mikrotonale Kompositionstechniken durch Georg Friedrich Haas.
Ab 1988 Lehraufträge für Tonsatz und Harmonielehre an
der Universität für Musik in Graz. Lebt seit 1999 als
freischaffender Komponist in Wien.
Aufführungen verschiedener Werke im In- und Ausland, Teilnahme
am Steirischen Herbst. Moskau Alternativa Festival, Moskau Modern,
'resistance fluctuations' Los Angeles 1998, Tage Absoluter Musik
Allentsteig I und II, Klangarten, Herbstfestival 98 Lissabon,
Wien Modern, Münchner Opernfestspiele, Darmstädter Ferienkurse,
Salzburger Festspiele u.v.a. Zusammenarbeit mit den Künstlergruppen
'Intro-Spection Graz', 'Fond', 'Klangarten Wien', sowie mit den
Improvisationsgruppen 'Picknick mit Weismann', 'laleloo', 'Vienna
Loop Orchestra'.
Robert Lepenik (* 1966 in Graz)
Studium der klassischen Gitarre an der Hochschule für Musik
und darstellende Kunst in Graz bei Heinz Irmler. Während
des Studiums Konzerte und Veröffentlichungen in verschiedensten
Rock- und Experimentalbands (Blue Monkey's Food, Music for the
People at the Red Lake).
Danach intensive Beschäftigung mit Improvisationsmusik, Konzerte
und Aufnahmen mit den Bands "Picknick mit Weismann" und "Kien".
Gitarrist und Songwriter der Hardcore-Avantgarde-Popband "Fetish
69" seit 1991: Veröffentlichungen, Konzerte und ausgedehnte
Europatourneen. Daneben unzählige Konzerte im In- und Ausland
sowie CD-Veröffentlichungen (tonto records etc.)
Edda Strobl (* 1962)
Schwerpunkt: Zeichnung, Fotografie, Video.
Projekte im öffentlichen Raum ("What they do": steirischer
herbst 1998), Live-Videomixes ("Loops": Forum Stadtpark), Comics
("Tonto-Comics": Gründung eines Comiczweiges innerhalb des
Labels TONTO), 3D-Animationen ("Tiger"), Zeichnungen ("FAD. Fucks
and Drugs", Neue Galerie Graz).
|