OTTO ZITKO
1959 geboren in Linz
Lebt und arbeitet in Wien
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Otto Zitko, 2006
Foto: Lisa Rastl |
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Ohne Titel, 1996
Ölstiftzeichnung auf Aluminium
300 x 220 cm
Foto: Graphisches Atelier Neumann, Wien |
Persönliche Daten
| 1977-82 |
Universität für angewandte Kunst Wien |
| 1996 |
Monsignore-Otto-Mauer-Preis |
| 2004 |
Preis der Stadt Wien für bildende Kunst |
Zum Werk
Otto Zitko beginnt in den 80er Jahren mit einer expressiven Malerei
und wird in dieser Zeit den abstrakten Künstlern der sogenannten
Jungen Wilden zugerechnet. Ähnlich wie Herbert Brandl, in
dessen Malerei damals auch Erinnerungen an Natureindrücke
bewahrt sind.
Bekannt wurde er vor allem durch seine Zeichnungen, die nach den
Worten von Peter Weibel Grenzformen 1 darstellen:
Bizarre, keiner Ordnung folgende Übereinanderlagerungen von
Strichen, die in ihrer gestischen Anordnung eine starke, chaotische
Rhythmik erzeugen. Die aus der Feinmotorik der Künstlerhand
entstehenden Zeichnungen sind teils mit figürlichen Elementen
besetzt. Die Jahre 1986/87 bezeichnet der Künstler selbst
als das Ende seiner Ölmalerei.
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Ohne Titel, 1985
Öl auf Leinwand
95 x 110 cm
Foto: Franz Schachinger, Wien |
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Ohne Titel, 1989
Ruß auf Hinterglas
185 x 167 cm |
1991 gestaltet Zitko die Fotoserie einer „Inspiration“:
eine Reihe von Abbildungen ständig sich verändernder
Rhythmen, die in ihrer jeweiligen Phase, eingefangen von der Kamera
im Raum Kurven bilden. Zitko wählt schließlich gerußte
Glas- und Aluminiumplatten als Bildträger, in die er sensitive
Linien in die schwarze Schicht zeichnet, wodurch kontrastreich
das helle Glas wieder zum Vorschein kommt.
In der Wiener Secession
überzieht der Künstler 1992 zwei Wände, das Ver
Sacrum Zimmer und das graphische Kabinett, mit dem ihm eigenen
Lineament. Die Linien verlassen die ihr zugedachte Fläche
und werden raumübergreifend über die Ecken und Kanten
der Wände gezogen.
Das Konzept der zeichnerischen Geste in
Verbindung mit dem Raum wendet Zitko dann in verschiedenen Städten
an. Er „bezeichnet“ alle Wände des Ausstellungsraumes,
der dadurch selbst zum Kunstwerk wird. Gegen Ende der 1990er werden
seine Liniengeflechte zarter, harmonischer und sogar durch die
wiederholte Kreisführung ornamentaler. Der Betrachter befindet
sich innerhalb des graphisch durchzogenen Raumes und kann so selbst
„Im-Kunstwerk-Sein“.
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Unikat, 1995 Siebdruck,
5-färbig
65 x 50 cm |
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In den 2000ern wird Zitkos Linienspiel durch die Verwendung von
Primärfarben, besonders durch das Rot, plakativer und verleiht
dem weißen Raum eine geschlossene Struktur. Wie Hemma Schmutz
sachlich formuliert, „entwickelt Otto Zitko seinen piktoralen
Graphismus aus dem Körper heraus, aus seinen Dimensionen,
seiner Motorik und seiner Sensibilität“2. Seine Formensprache,
abhängig vom jeweiligen Moment seiner Befindlichkeit, lebt
vom Kratzen, Schraffieren, Wischen und schnellen Überlagerungen
von geraden und gebogenen Linien.
Elisabeth Pokorny-Waitzer
1) Peter Weibel, in: Otto Zitko, AK Museum van Heedendaagse
Kunst; Wien: Galerie Peter Pakesch, 1984, S. 21 (ohne Seitenangabe).
2) Hemma Schmutz, “Techniken des Körpers. Zur Malerei
Otto Zitkos“, in: Otto Zitko, AK Bunkier Szutki,
Krakau, 2006, S.2.
Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
| 2012 |
DER GEMALTE RAUM, Schömer-Haus |
| 2011 |
FOCUS: ABSTRAKTION. Werke aus der Sammlung Essl |
| 2010 |
SCHÖNES KLOSTERNEUBURG.
Albert Oehlen hängt Bilder der Sammlung Essl |
| 2007 |
A TRIBUTE -
35 YEARS OF THE ESSL COLLECTION |
| 2004 |
NEUE WILDE
- Eine Entwicklung |
| 2000 |
Österreichische Malerei der Achtziger Jahre, Gallery
Klovicévi Dvori, Zagreb |
| 1999 |
the first view
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| 1996 |
Abstraktion in Österreich
Weitere Station: Art Gallery, Slovenj Gradec_SLO |
| 1996 |
Malerei in Österreich 1945-1995. Die Sammlung Essl
im Künstlerhaus Wien; weitere Station: Mücsarnok
Kunsthalle, Budapest |
| 1994 |
Neue Malerei in Österreich, Karmeliterkirche, Wiener
Neustadt |
| 1993 |
Jan Hoet präsentiert die Sammlung Schömer |
| 1991 |
Das Jahrzehnt der Malerei. Österreich 1980 bis 1990.
Die Sammlung Essl im Kunstforum Wien; 1992-1996 weitere Stationen
in Europa, Indien und den USA |
Weblink
www.ottozitko.com >>
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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