MAX WEILER
1910 geboren in Absam bei Hall in Tirol
2001 gestorben in Wien
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Max Weiler, 1987
Foto: Franz Hubmann
© Yvonne Weiler
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Blauer Vogel, 1986
Eitempera auf Leinwand
195 x 96 cm
Foto: Photoatelier Laut, Wien
© Yvonne Weiler
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Persönliche Daten
| 1930–37 |
Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien
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| 1937 |
Rompreis
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| 1945-47 |
Fresken in der Theresienkirche in Innsbruck
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| 1954-55 |
Wandmalereien im Innsbrucker Hauptbahnhof
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| 1960 |
Vertreter Österreichs auf der Biennale in Venedig
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| 1961 |
Großer Österreichischer Staatspreis
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| 1964-1981 |
Professur für Malerei an der Akademie der bildenden Künste, Wien
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| 1979 |
Verleihung des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst
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| 1995 |
Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste, Wien
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| 2000 |
Großes Goldenes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich; Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Wien
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Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.
Zum Werk
Diese Bilder sind ganz künstliche Landschaften, künstliche Formen, die Natur suggerieren sollen. Erfindungen meiner eigenen Landschaften, erfundene Landschaften. Erfundene Formen neuerer Naturen in schönen Farben. Gebilde der Phantasie, Andenken an Formen der Wirklichkeit.
Max Weiler, 1970
Max Weiler ist einer der großen Vertreter der österreichischen Malerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Kunst kann als eine spezifisch österreichische Form der internationalen Moderne gesehen werden.
Schon in seiner Studienzeit lernte Weiler die chinesische Landschaftsmalerei der Sung-Dynastie (960–1279) kennen. Sie wird ihn ein Leben lang beschäftigen und begleiteten. Das leidenschaftliche Interesse an chinesischem Denken und an chinesischer Kunst ist auf ein gemeinsames kosmologisches Welt- und Naturverständnis zurückzuführen. Weiler ging es in seiner Malerei nicht um die topographische Wiedergabe von Landschaften, er wollte die Natur als Ganzes, in ihrem Werden und Vergehen verstehen und versuchte, das Geistige in der Natur zu begreifen und darzustellen. Ausgehend von der Natur und in enger Verbindung mit der Natur entwickelte er eine gestisch expressive bis meditative abstrakte Malerei.
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Als alle Dinge… Variation (Malerei), 1962
Eitempera auf Leinwand
196 x 95,5 cm
Foto und © Yvonne Weiler
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Das Gesamtwerk Max Weilers erstreckt sich über einen Zeitraum von 70 Jahren. Bereits im Frühwerk zeigt sich in Landschaftsbildern und einer radikal vereinfachten Figurenmalerei die tiefe Verbindung von Naturerfahrung und Spiritualität. Nach einem ersten Höhepunkt der Abstraktion im Zyklus „Als alle Dinge“ (1960-61), in welchem Weiler noch dem gestischen Informel verpflichtet war, stößt er in der Werkphase „Wie eine Landschaft“ (eine nachträgliche Bezeichnung) von 1962-1967 zu grundsätzlichen Fragestellungen einer autonomen, selbstreflexiven Malerei vor. Neueste Erkenntnisse bestätigen, dass der Künstler in diesen Jahren radikale, entscheidende Schritte in Richtung Gegenstandslosigkeit gesetzt hat.
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Wie eine Landschaft, rostroter Berg, 1963
Eitempera auf Leinwand
96 x 195 cm
Foto: Franz Schachinger
© Yvonne Weiler
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Probierblatt zu
Wie eine Landschaft, rostroter Berg, 1963
Eitempera auf Papier
20,5 cm x 44 cm
Foto: pixelstorm, Wien
© Yvonne Weiler
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Angeregt durch Probierpapiere, auf denen er Farben mischte und Pinsel abstreifte, entwickelte er Bildgestaltungen, die auf der Analyse fundamentaler, rein motorischer Prozesse des Malvorgangs und des Flusses der Farben und Bindemittel basierten. Dem quasi naturhaften, weil unbewussten Vorgang der Entstehung von Malerei, folgt eine Auswahl von Details der Probierpapiere und deren Übertragung auf große Bildformate. Die in dieser Zeit erfolgte Bereicherung und Verfeinerung des malerischen Repertoires bildet das Fundament des bedeutenden Spätwerks kosmologischer Bilder.
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Berge im Purpurhimmel, 1965-1968
Eitempera auf Karton auf Holz
88 x 62,7 cm
Foto: Photoatelier Laut, Wien
© Yvonne Weiler
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Mit den raumgreifenden „Flügelbildern“ Ende der 1960er Jahre gelang Weiler eine Entgrenzung des zweidimensionalen Gemäldes und damit ein weiterer originärer Beitrag zur Erweiterung und Neudefinition des Mediums Malerei. Ähnliches trifft auch für den monumentalen Bilderzykus der „Vier Wände“ (1973-1977) zu. Bestehend aus vier jeweils rund sechs Meter langen Malereien gilt er als einer der größten Bilderzyklen des 20. Jahrhunderts.
Neben Weilers umfassenden malerischen und graphischen Oeuvre, entstanden zahlreiche Fresken, unter anderem in der Theresienkirche auf der Hungerburg (1945–47) und im Hauptbahnhof Innsbruck (1954–55), sowie Mosaike, Glasbilder und Keramikwandbilder im öffentlichen Raum, die damals zum Teil starken Protest hervorriefen.
Günther Oberhollenzer
Ausstellungen im Essl Museum
Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
| 2013 |
DER HIMMEL IM GARTEN, Schömer-Haus |
| 2011 |
FOCUS: ABSTRAKTION. Werke aus der Sammlung Essl |
| 2008 | MEISTERWERKE DER SAMMLUNG ESSL |
| 2007 | PASSION FOR ART. 35 Jahre Sammlung Essl |
| 2006 | ÖSTERREICH: 1900 – 2000. Konfrontationen und Kontinuitäten |
| 2006 | PERMANENT 06 |
| 2005 | Zeitgenössische österreichische Kunst und Malerei der Nachkriegszeit aus der Sammlung Essl, Museo de Arte Moderno de México Mexico City; Museo de Arte Contemporáneo de Monterrey |
| 2002 | PERMANENT 02 |
| 2001 | Die Österreichische Moderne nach 1945 in der Sammlung Essl – Malerei, Grafik, Zeichnung;Kunsthalle Erfurt |
| 2000 | PERMANENT 01 |
| 2000 | Österreichische Malerei der Achtziger Jahre; Gallery Klovicévi Dvori, Zagreb |
| 1999 | the first view. Eröffnungsausstellung im neuen Kunsthaus
der “Sammlung Essl” |
| 1998 | Umbruch. Werke der 60er Jahre aus der Sammlung Essl |
| 1997 | Abstraktion in Österreich. Bilder aus der Sammlung Essl, Schömer-Haus, Klosterneuburg; Art Gallery, Slovenj Gradec_SLO |
| 1996 | Malerei in Österreich 1945-1995. Die Sammlung Essl im Künstlerhaus Wien; Mücsarnok Kunsthalle, Budapest |
| 1993 | Jan Hoet präsentiert die Sammlung Schömer |
| 1991 | Das Jahrzehnt der Malerei. Österreich 1980 bis 1990. Sammlung Schömer, Kunstforum, Wien; weitere Stationen in Europa, Indien und den USA 1992-1996 |
Weblink
www.maxweiler.at >>
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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