PETER SENGL
1945 geboren in Unterbergla / Steiermark
Lebt und arbeitet in Wien
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Peter Sengl zur Eröffnung
im Essl Museum, 2005
Foto: Markus Thums |
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Blauschläfentanzsprung
Teufelhörnerinformeltarnung, 2004
Mischtechnik auf Leinwand
150 x 150 cm |
Persönliche Daten
| 1963-68 |
Studium an der Akademie der bildenden Künste
in Wien
(Prof. Sergius Pauser) |
| 1971 |
Kunstpreis Forum Stadtpark, Graz, |
| 2007 |
Preis der Stadt Wien |
Zum Werk
„Das Werk des österreichischen Malers und Zeichners Peter
Sengl eröffnet unseren Blicken ein herrliches Panorama des
Schreckens. Peter Sengl stellt mit seinen kulinarisch aufbereiteten
Ausblicken die Sehgewohnheiten auf den Kopf. Er ignoriert geradezu
die traditionellen Grundbedingungen der Gattung Malerei. Der Rahmen,
der Bildraum, das Verhältnis von Figur und Grund, die lineare
Zeichnung, die Farben, die Motive der Menschen und Tiere, sie alle
sind in immer neuen Varianten vorhanden, aber gewähren keine
Orientierung, auf sie ist kein Verlass.“1
Frauen, Tiere, diverse masochistisch anmutende Utensilien und deren
Spannung erzeugende Verbindung sind ein zentrales Thema in Sengls
Malerei, die häufig grafische Elemente aufweisen. Sengls Werke
lassen sowohl an den Surrealismus als auch an die Pop Art denken.
Die Titel seiner Werke sind selbst kleine Erzählungen und erweitern
den Deutungshorizont seiner Malerei; sie stellen aber eher Fragen,
als dass sie die Rätsel der Kompositionen beantworten.
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Gelber Akt mit 14 Klammern,
1990 Tempera, Tusche und Farbstift auf Papier
62 x 47 cm |
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Infantin, 1990 Tempera-Acryl
auf Leinwand
120 x 100 cm |
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Sein liebstes Modell sind Frauen, die, in Verbindung mit Maschinen
oder Tieren, auf den ersten Blick scheinbar in einer Opferrolle
dargestellt werden. Seine Figuren wirken aber seltsam ruhig und
gelassen. Sie werden mit verschiedenen Stangen, Klammern und Bändern
gehalten oder bedrängt. Diese können aber auch nur als
Halterungen zur Stabilisierung der Bildkomposition gesehen werden,
damit die Dargestellten im bühnenhaft reduzierten Raumgefüge
wie im Gleichgewicht verharren können. Skurril komisch anmutende
Tierbilder von Hunden, Katzen oder auch Papageien verstärken
den mehrdeutig-vielschichtigen Charakter der Szenerien.
Sengls Doppelporträts sind ein Hinweis auf die vielen Möglichkeiten
der Verbindung, hier schlägt er oft Rituale wie tanzen, schaukeln
oder spielen vor. Auch Selbstdarstellungen greift er immer wieder
auf, wie zum Bsp. in seinem Bild „Blauschläfentanzsprung…“,
2004, wo er sich selbst mit seiner Tanzpartnerin, die an Ginger
Rogers erinnert, fixiert in einer schaukelähnlichen Seilzugvorrichtung
befindet.
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Die 2 Fridas Fridapuppenhaltung
(Herzblauung), 1994
Acryl-Mischtechnik auf Leinwand
100 x 120 cm |
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In den Jahren 1993/94 setzt sich Sengl in einer Bilderserie erstmals
mit dem Werk der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo auseinander,
fasziniert von ihrer eindrücklichen, selbstreflexiven Ausdrucksform.
Im Werk „Die 2 Fridas Fridapuppenhaltung (Herzblauung)“
aus dem Jahr 1994 zitiert Sengl selbstbewusst Kahlos Doppelportrait
„Die zwei Fridas“ (1939). Er lässt die Künstlerin
roboterhaft erscheinen und transformiert ihre psychische Verletzlichkeit
in eine mechanisch, physisch wirkende Bildsprache.
1) Thomas Zaunschirm, „Peter Sengls Bild-Texte“,
in: Peter Sengl, AK Sammlung Essl, Klosterneuburg, 2005,
S. 9.
AUSSTELLUNGEN UND Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
Weblink
www.petersengl.at >>
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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updated: 23.12.2010
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