HUBERT SCHEIBL
1952 geboren in Gmunden
lebt und arbeitet in Wien
|
|
|
Hubert Scheibl, 2005
Foto: Didi Sattmann
|
|
Ohne Titel, 1985
Ö auf Leinwand
200 x 175 cm
|
Persönliche Daten
| 1976–1981 |
Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien
bei Prof. Max Weiler und Prof. Arnulf Rainer |
Zum Werk
Die frühen 1980er Jahre waren von einem Boom der heftigen,
figürlich expressiven Malerei geprägt. Daneben entwickelte
sich in Österreich auch eine der Abstraktion verpflichtete
Malerei: Herbert Brandl, Erwin Bohatsch und Hubert Scheibl zählen
dazu. Diese jungen Maler konzentrierten sich auf den Malprozess
und auf die Farbe als Materie. Die Malerei Hubert Scheibls war in
diesen Jahren pastos und reliefhaft.
|
|
|
W, 1994-1996
Öl auf Leinwand
250 x 250 cm
Foto: Mischa Nawrata, Wien |
|
R, 1995/96
Öl auf Leinwand
3-teilige Werkserie
Foto: Graphisches Atelier Neumann, Wien |
Zu Beginn der 90er Jahre ändert Scheibl seine Malerei, sie
wird von nun an leichter, fließender und mehr von der Fläche
bestimmt. Scheibl entwickelt einen optischen Illusionsraum, ganz
ohne einen Bezug zu naturalistischen Raumfigurationen herzustellen,
ein Farbraum, der an die Bildtradition US-amerikanischer Künstler
wie Barnett Newman oder Mark Rothko denken lässt. Dieser künstlerischen
Position bleibt Scheibl im Grunde bis heute verbunden, was zu einer
höchst subtilen und ästhetisch verfeinerten Malerei führt.
|
Hubert Scheibl >Fat
Ducks<
Installationsansicht, Essl Museum, 2010
© Farid Sabha, Wien |
In den letzten Jahren hat Scheibl in einem riesigen Atelier eine
Reihe von extrem großformatigen Werken, manche bis zu fünf
Meter hoch, geschaffen, er nennt sie scherzhaft „fat ducks“.
Acht dieser Werke werden 2010 im Großen Saal des Essl Museums
erstmals präsentiert. Scheibl arbeitet auch als Zeichner und
schafft vereinzelt Skulpturen und Installationen. Die Werktitel
beziehen sich oft assoziativ auf Filme und die virtuellen Bilder,
die dabei im Kopf entstehen.
„Ich baue das Bild auf, solange es nass ist. Dann gibt
es die finalen Momente, wo ich oft den letzten Wurf noch einmal
verändere – dann ist es aus. Es ist wie beim Kartenspiel:
Was liegt, das pickt! Da ist nichts mehr hinzuzufügen. Egal,
ob ich da jetzt reingekratzt oder die Leinwand mit einer Spachtel
abgezogen habe. Der Betrachter spürt sofort, dass das Bild
in einem Zug gemacht wurde.“
Hubert Scheibl
Andreas Hoffer
AUSSTELLUNGEN UND Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
Weblink
www.hubertscheibl.com >>
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
|
updated: 30.05.2011
|