CHRISTOPH RUCKHÄBERLE
1972 geboren in Pfaffenhofen, Bayern
Lebt und arbeitet in Leipzig
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Christoph Ruckhäberle,
2008
Foto: Uwe Walter, Berlin |
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Persönliche Daten
| 1991-92 |
California Institute of Arts, Valencia (USA) |
| 1995-2000 |
Studium der Malerei an der Hochschule für Grafik und
Buchkunst, Leipzig bei Arno Rink |
| 2000-02 |
Meisterschülerstudium ebenda bei Arno Rink |
Zum Werk
Christoph Ruckhäberle wird der Neuen Leipziger Schule zugerechnet.
In seiner Malerei treffen im Vordergrund bühnenartiger Räume
Figuren aufeinander, die auf sich selbst bezogen, sitzend, stehend,
liegend oder kauernd verharren. Es sind keine Rollen vergeben.
Es wird keine Handlung vorgeführt. Die Regieanweisung mag
lauten: Da sein, in einer Pose verweilen, die anderen Figuren
nicht stören. In Ruckhäberles Malerei existieren Raum
und Figuren unabhängig voneinander. Landschaften, Straßenzüge,
Innenräume wirken hermetisch. Die Farbe wird kontrastreich
verwendet, die Szenen werden mit großer Detailgenauigkeit
und malerischer Sorgfalt ausgeführt. Innerhalb der Umrisslinien
ist die Farbe flächig, dünn und teilweise lasierend
aufgetragen. Die Titel verweisen auf Themen, die im Bild selbst
durch die Posen der Figuren und teilweise auch durch Textzeilen
aufgegriffen werden. In aktuellen Arbeiten überführt
Ruckhäberle die Figuren in Form dreidimensionaler Installationen
in den realen Raum. Die Malerei bleibt das Thema, obwohl sie nicht
sichtbar ist. Die Position des Künstlers als einsamer Produzent
von Scheinwirklichkeiten wird spürbar.
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Ein Winter unterm Tisch, 2005
Öl auf Leinwand
190 x 250 cm
Foto: courtesy Galerie Kleindienst, Leipzig
© Sammlung Essl Privatstiftung |
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Im Gemälde „Ein Winter unterm Tisch“ (2005) agieren
zwei halbnackte Männer plakativ, flächenhaft und vereinfacht
wiedergegeben, völlig unbeteiligt voneinander im Raum. Einer
der beiden hat seine Gitarre auf dem Boden abgestellt und betrachtet
die dort liegenden Spielkarten. Der andere kauert unter dem Tisch.
Die vor ihm sitzende Katze tritt in direkten Blickkontakt mit dem
Betrachter. Der Tisch ist nahsichtig und in Untersicht dargestellt,
allerlei Geschirr befindet sich darauf. Die kontrastreichen, unwirklich
aussehenden Farben weisen die Farbgebung des Bildes in die Nähe
der Pop Art.
Mela Maresch und Elisabeth Pokorny-Waitzer
Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
| 2011 |
FESTIVAL DER
TIERE. Eine Ausstellung für Kinder. Erwachsene
willkommen! |
| 2008 |
NEUE LEIPZIGER SCHULE, Cobra Museum, Amstelveen |
| 2007 |
MADE IN LEIPZIG - Bilder aus einer Stadt, Schloß Hartenfels,
Torgau |
| 2006 |
MADE IN LEIPZIG.
Bilder aus einer Stadt |
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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updated: 03.03.2011
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