MARKUS PRACHENSKY
Geboren 1932 in Innsbruck
Gestorben 2011 in Wien
|
|
|
| Foto: © Roland Icking |
|
Bonifacio, 1996
Acryl auf Leinwand
130 x 165 cm |
Persönliche Daten
| 1952 - 1956 |
Studium der Architektur an der Akademie der bildenden Künste
in Wien |
| ab 1953 |
Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste
in Wien |
| 1956 |
Mitbegründer der Gruppe „St. Stephan“
(mit Hollegha, Mikl, Rainer) |
| ab ca. 1957 |
zahlreiche Auslandsaufenthalte, Projekte und
Ausstellungen u.a. in Deutschland, Frankreich, Italien und
den USA |
| 1983 - 2000 |
Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste
in Wien, Meisterschule für Malerei |
Zum Werk
Der Künstler Markus Prachensky gilt als eine der führenden
Persönlichkeiten der österreichischen Avantgarde. Anfangs
streng geometrisch und von Piet Mondrian beeinflusst, entwickelt
Prachensky ab 1956 seine typische Bildsprache. In diesem Jahr gründet
er gemeinsam mit Wolfgang Hollegha, Josef Mikl und Arnulf Rainer
die Künstlergruppe "St. Stephan", deren Hauptförderer
der bekannte Kunsthistoriker Monsignore Otto Mauer ist. Wenig später,
im Jahr 1959, kommt es im Theater am Fleischmarkt in Wien zu einer
ersten Vorführung der "Peinture liquide", bei der
Prachensky mehrere hundert Liter roter Farbe über eine aufrechte
Wand gießt. Entsprechend der formalen Expression, setzt der
Künstler jahrelang nur ein vehementes, zur Auseinandersetzung
zwingendes Rot ein. Später erweitert er die Malpalette um die
Farben Grün, Violett, Schwarzbraun und Gelb. Grundelemente
vieler seiner Bilder sind dabei aufrechte Balken mit quer darübergelegten
Farbschichtungen.
In den Serien seines Spätwerkes ab Mitte der 1990er Jahre kehrt
Prachensky wieder verstärkt zum alles dominierenden Rot zurück,
wobei die Werke durch einen stark dynamischen Farbauftrag mit explosionsartigen
Farbspritzern kennzeichnet sind. Prachensky schafft zyklische Bildfolgen,
die er zunächst nach den Entstehungsorten benennt, später
dann nach Orten, mit denen ihn eine Erinnerung verbindet. Zahlreiche
Arbeitsaufenthalte und Ausstellungen im In- und Ausland bringen
Prachensky internationale Anerkennung, von 1983 bis 2000 ist er
Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Günther Oberhollenzer
AUSSTELLUNGEN UND Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
| 2012 |
DER GEMALTE RAUM, Schömer-Haus |
| 2011 |
MARKUS PRACHENSKY. Gedächtnisausstellung |
| 2010 |
CORSO. WERKE DER
SAMMLUNG ESSL IM DIALOG |
| 2007 |
PRACHENSKY – Frühe und späte Werke |
| 2007 |
PASSION FOR ART – 35 Jahre Sammlung Essl |
| 2003 |
ST. STEPHAN – Wolfgang Hollegha, Josef Mikl, Markus
Prachensky, Arnulf Rainer, Sammlung Essl im Schömer-Haus |
| 1996 |
MALEREI IN ÖSTERREICH 1945-1995.
DIE SAMMLUNG ESSL, Künstlerhaus, Wien |
| 1991 |
DAS JAHRZEHNT DER MALEREI, ÖSTERREICH 1980 bis 1990.
SAMMLUNG ESSL, Kunstforum Wien (1991) im Museum der bildenden
Künste in Budapest (1992)
1992-1996: weitere Stationen: Ljubljana, Krakau, Passau, Augsburg,
Lissabon; in den USA: Bowling Green (Ohio), Long Beach (California),
Washington D.C., Scranton (Pennsylvania) |
Weblink
www.prachensky.net >>
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
|
updated: 26.04.2013
|