PAUL McCARTHY
1945 geboren in Salt Lake City, Utah, USA
Lebt und arbeitet in Altadena, Kalifornien, USA
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Paul McCarthy, 2001
Foto: Mara McCarthy |
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Propo (Bent Doll), 2002
C-Print
122 x 183 cm
Foto: Paul McCarthy, courtesy Luhring Augustine Gallery, New York |
Persönliche Daten
| 1966 - 68 |
Kunststudium an der University of Utah, Salt Lake City |
| 1972 |
Bachelor of Fine Arts in Malerei am San Francisco Art Institute,
San Francisco |
| 1973 |
Master of Fine Arts in Film, Video und Intermedia an der
University of Southern California, Los Angeles |
| 1982 - 2002 |
Professor für Performance, Video, Installationen und
Geschichte der Kunstperformances an der University of California,
Los Angeles |
Zum Werk
Der amerikanische Aktions- und Performancekünstler Paul McCarthy
setzt sich in seinen Werken mit den Schattenseiten der modernen
Gesellschaft auseinander. Sex, Macht, Gewalt und Doppelmoral insbesondere
in der amerikanischen Kultur sind Konstanten seiner Kunst.
In den orgiastischen Aktionen Paul McCarthys lassen sich Einflüsse
des Wiener Aktionismus erkennen. Seine Arbeiten wirken allerdings
aggressiver, gewalttätiger, manchmal auch stärker sexuell
konnotiert. McCarthy zeigt den menschlichen Körper als schmutziges,
gewalttätiges, sexuell aufgeladenes Wesen. Der Künstler
setzt den Körper als Material ein und geht oftmals bis an die
eigenen physischen Grenzen. Dabei hantiert er mit Substanzen wie
Ketchup oder Schokolade, die für ihn nicht allein Lebensmittel,
sondern gleichzeitig Körperflüssigkeiten darstellen. Neben
Videos dokumentieren auch Fotos die Performancetätigkeit des
Künstlers: Teils vom Künstler selbst, teils von anderen
Fotografen aufgenommen, zeigen sie ausschnittartig und mit subjektivem
Blick Momentaufnahmen der Aktionen, aber auch die verwendeten Utensilien
und Artefakte.
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Ookyo Santa, 1996
/ 2004
C-Print
15-teilige Serie
183 x 120 cm
Foto: Mitsuru Tanashi |
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Ookyo Santa, 1996
/ 2004
C-Print
15-teilige Serie
183 x 120 cm
Foto: Mitsuru Tanashi |
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Ookyo Santa, 1996
/ 2004
C-Print
15-teilige Serie
183 x 120 cm
Foto: Mitsuru Tanashi |
Paul McCarthy beschäftigt sich immer wieder mit amerikanischen
Mythen und Massenkonsum, mit Artefakten des US-Alltags und Figuren
der Unterhaltungsindustrie – wie von Walt Disney, Heidi, Pinocchio,
Barbie oder auch Santa Claus – und zeigt deren unausgelebte
Seiten, indem er sexuell-gewalttätige Abgründe dekonstruktiv
offenlegt. Dadurch veranschaulicht er die dunkle Seite des amerikanischen
Traumes und wirft einen kritischen Blick hinter die Fassade der
Gesellschaft, hinter kleinbürgerliche Idylle und heimelige
Atmosphäre, wo verborgene Triebe lauern, verdrängte Obsessionen
und psychopathische Gewalt zum Vorschein kommen.
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Mechanical Pig, 2005
Silikon, Platin/ Fiberglas, Metal, Elektronische Komponenten
112 x 57 x 136 cm
Foto: Mischa Nawrata, Wien
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Dass das Dunkle, das Lustvolle und das Komische nah beieinander
liegen, zeigt die Installation „Mechanical Pig“. Die
Silikonsau wird mittels komplizierter Mechanik animiert. Das beängstigend
realistisch wirkende Schwein liegt scheinbar schlafend und deutlich
atmend auf einer Maschine mit Kabeln und Schläuchen –
vielleicht ein Lebenserhaltungsgerät. Seit den 1980er Jahren
ergänzt McCarthy seine Live- und Videoperformances durch kinetische
Figuren. Die automatisierten Figuren können als ein Substitut
für den Künstler gesehen werden. Hatte er bereits in der
Videoaufzeichnung seiner Liveperformances die Unmittelbarkeit der
Vorstellung abgeschwächt, so steigert er diese Distanzierung
mit mechanischen Figuren und Tieren.
Günther Oberhollenzer
AUSSTELLUNGEN UND Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
| 2011 |
FESTIVAL DER TIERE. Eine Ausstellung für Kinder. Erwachsene willkommen! |
| 2007 |
PAUL McCARTHY. TOKYO SANTA |
| 2007 |
FOTO.KUNST. Zeitgenössische Fotografie aus der Sammlung
Essl |
| 2005 |
figur / skulptur |
| 2004 |
VISIONS of AMERIKA. Ikonen zeitgenössischer amerikanischer
Kunst aus der Sammlung Essl und der Sonnabend Collection,
New York |
| 2003 |
NEUANKÄUFE |
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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updated: 11.06.2011
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