ELKE KRYSTUFEK
1970 geboren in Wien
Lebt und arbeitet in Wien
|
|
|
Elke Krystufek, 2007
Foto: MAK / Georg Schwarzr
courtesy Georg Kargl Fine Arts Vienna
|
|
Blue Boy, 2005 Acryl auf Leinwand
100 x 100 cm |
Persönliche Daten
| 1988 - 1992 |
Akademie der bildenden Künste in Wien
(Prof. Arnulf Rainer) |
| 2005 - 2006 |
Professur für konzeptuelle Malerei, Akademie
der bildenden Künste, Wien |
| 2005 - 2006 |
Vertretungsprofessur, Staatliche Akademie der
bildenden Künste, Karlsruhe |
Zum Werk
Als Shootingstar in der Kunstwelt vertritt die 1970 in Wien geborene
Künstlerin bereits als 28-Jährige Österreich auf
der Biennale in São Paolo und nicht zuletzt durch ihre große
Werkschau im Essl Museum im Jahr 2003 erlangt sie rasch internationale
Bekanntheit.
Seit dem Teenageralter dokumentiert und inszeniert Krystufek ihr
Leben in Malerei, Fotografie und Film. Schon ihre erste Performance
im öffentlichen Raum, "Aktion" (1990), erzeugte einen
Skandal – sie zeichnete auf ihrem nackten Körper und
fügte sich Wunden zu, um sich anschließend mit dem Blut
selbst zu bemalen.
Nie ist eindeutig festzustellen, ob sich die Künstlerin in
ihren Werken von ihrer privaten Seite zeigt, oder ob es sich um
Inszenierungen handelt: Ihre Arbeiten ermöglichen einerseits
höchst persönliche und intime Einblicke, andererseits
zeigt sie sich immer wieder als Kunstfigur – häufig als
Star, verkleidet in selbst entworfenen Kostümen und schrillen
Perücken. Ihr Alter Ego lebt in einer chaotischen, trashigen
Welt, in der es sämtlichen Phänomenen der Popkultur ausgeliefert
ist. Dafür bedient Krystufek sich der englischen Sprache –
in Textpassagen auf ihren Malereien und Collagen oder als Kommunikationsmittel
in ihren Performances, deren Themen häufig um Genderfragen
und Voyeurismus kreisen.
|
There were no beatings, 2006
Acryl auf Leinwand
200 x 300 cm |
In den letzten Jahren ist die Künstlerin selbst in ihren Werken
weniger zu sehen als zu Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit.
Sie arbeitet vermehrt mit Textilien und Installationen und in der
Malerei finden sich neben den noch immer vorhandenen Selbstporträts
auch viele kunsthistorische Verweise oder beispielsweise eine Serie
von Porträts der Burgtheaterensemblemitglieder (2006).
In der Arbeit "There were no beatings" von 2006 beschäftigt
sich Krystufek mit dem 1975 verstorbenen niederländischen Künstler
Bas Jan Ader. Dieser setzte sich in seinen Performances, Fotos und
Videos mit dem romantischen Phänomen der Suche und des Abschieds
auseinander, bezog immer wieder den eigenen Körper ein und
verschwand spurlos, als er mit einem Segelboot den Atlantik überqueren
wollte.
Silvia Köpf
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
| 2009 |
BRANDNEU. Ankäufe 2007 – 2008 |
| 2007 |
FOTO.KUNST – Zeitgenössische Fotografie
aus der Sammlung Essl |
| 2007 |
PASSION FOR ART – 35 Jahre Sammlung Essl |
| 2006 |
Made in Leipzig. Bilder aus einer Stadt |
| 2003 |
NACKT & MOBIL. ELKE KRYSTUFEK |
| 2001 |
REISEN INS ICH. Künstler/selbst/Bild |
Weiterführende Literatur zu dieser KünstlerIn
finden Sie in der Bibliothek
>> des Essl Museums. |
updated: 21.06.2010
|