Carsten Höller
1961 geboren in Brüssel
Lebt und arbeitet in Köln und Stockholm
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Foto: John Scarisbrick
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Carrara Star and Roller Coaster Giant Wheel (2005)
C-Print
149 x 118 cm © VBK, Wien, 2007 |
Persönliche Daten
| 1993 |
Habilitation in Biologie, davor Studium der Agrarwissenschaften
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| 1993 |
Biennale Venedig (Aperto) |
| 1997 |
documenta X: "Ein Haus für Schweine und Menschen"
(mit Rosemarie Trockel) |
| 2005 |
Biennale Venedig - Schwedischer Pavillon (mit Miriam Bäckström)
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Zum Werk
„Carsten Höller, ein studierter Agrarwissenschaftler,
arbeitet seit Ende der 1980er Jahre sowohl inhaltlich als auch
formal an einer eigenwilligen und humorvollen Verbindung unterschiedlicher
Disziplinen wie Philosophie, Naturwissenschaft, Soziologie und
Kunst. Er fordert eine Gleichzeitigkeit des Denkens und versteht
die Verschmelzung von verschiedenen Denkstrukturen als wichtigste
Grundlage für ein zeitgenössisches Bewusstsein. Die
Aufgabe von Museen sieht Höller nicht mehr im Sammeln und
Bewahren von Kunst, sondern vielmehr in einem Laboratorium, damit
im Kleinen probiert wird, was außerhalb, im alltäglichen
Leben, größere Dimensionen annehmen könnte. Angesiedelt
ist seine Kunst zwischen konzeptionellen Ideen zu Skulptur, Architektur
und urbanistischem Design und ihrer Umsetzung im realen Leben.
Themen der Projekte und Werkphasen Höllers sind die elementaren
Bedürfnisse und Fragen des menschlichen Lebens: Sicherheit,
Zukunft, Kinder, Liebe, Sex, Glück und Utopie.
Höller verwirrt den Betrachter mit Bildern, Skulpturen und
interaktiven Installationen, die absichtlich, aber oft auf spielerische
Art Zweifel und Irritation auslösen (so zum Beispiel eine
spektakuläre Edelstahlrutsche in der Tate Modern in London,
2006). Das Publikum wird über die rein visuelle Rezeption
hinaus zu direkt Beteiligten, durch Wahrnehmung und psychologische
Experimente werden Denkanstöße gegeben und ungewohnte
körperliche Erfahrungen vermittelt. Höller versteht
seine Kunst als "Mittel zur Heilung von der Gewissheit".
Auch in seinen Fotoarbeiten rangiert der Zweifel vor der Gewissheit,
das Experimentieren vor der Konklusion: Die Trennung und Verschiebung
der Farben in den Vergnügungsparkfotos lässt einen klaren
Bildinhalt verschwimmen, die Perspektive verrutscht, der Raum
wird neu erfahrbar gemacht.
Günther Oberhollenzer
Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
| 2007 |
FOTO.KUNST -Zeitgenössische Fotografie aus der Sammlung
Essl |
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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