ILSE HAIDER
1965 geboren in Salzburg
Lebt und arbeitet in Wien
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Des jambes descendent les escaliers (2001)
Fotoarbeit hinter Plexiglas auf Holz
190 x 120 cm
Foto: Franz Schachinger, Wien
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Persönliche Daten
| 1983 |
Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof. Arnulf
Rainer |
| 1995-01 |
Lehrbeauftragte an der Universität für künstlerische
und industrielle Gestaltung in Linz |
| 1998-90 |
Royal College of Art in London bei Sir Eduardo Paolozzi |
| 2003 |
Großer Kunstpreis der Stadt Wien |
| 2003-04 |
Cite-Stipendium, Paris |
Zum Werk
Das künstlerische Interesse von Ilse Haider gilt den Darstellungsformen
von Mann und Frau sowie dem Spiel mit geschlechtsspezifischen Identitäts-
und Rollenverhalten. Haider verbindet in ihrer Arbeit das Medium
der Fotografie mit jenem der Skulptur. Viele ihrer Fotoarbeiten
zeichnen sich durch ihre dreidimensionale Wirkung aus. Als Bildfundus
dienen der Künstlerin alte Zeitschriften und Illustrierte,
wobei sie sich vor allem für triviale und erotische Motive,
Portraitfotos oder auch Abbildungen von griechischen Götterstatuen
interessiert. Indem die Künstlerin diese auf einem dreidimensionalen
Bildträger belichtet, durchbricht sie die Flächigkeit
der Abbildung.
Die uneinheitliche Oberfläche zeigt ein dekonstruiertes
Bild, das den Betrachter animiert, einen idealen Standpunkt zu suchen,
an dem sich die einzelnen Raumsegmente wieder zu einem vollständigen
Bild zusammenfügen. Trägermaterialien sind Peddigrohre,
wobei die einzelnen Streifen unterschiedlich im Raum strukturiert
werden, oder auch durch gelochte Aluminiumplatten gefädelte
Wattestäbchen. In der Fotoarbeit "Des jambes descendent
les escaliers" ist der Oberkörper einer Dame im roten
Kleid abgeschnitten, sodass der Blick auf ihre Beine gelenkt wird.
Die Fotoarbeit von Ilse Haider "Des jambes descendent les escaliers"
(Beine, die Treppe herabsteigend) ist ein Auftragswerk für
die Sammlerin Agnes Essl. Ursprünglich war es für das
Stiegenhaus zu ihrem Büro im Museum gedacht, das es ins Unendliche
fortführt. Die Künstlerin verfremdet die feminine Gestalt
mit seltsam plastischen Noppenstrümpfen. Der Ausschnitt entpersönlicht
die dargestellte Frau, ist formal höchst präzise gewählt.
Der französische Titel der Fotoarbeit spielt vermutlich auf
Marcel Duchamps Bild "Nu Descendant les Escaliers" an,
das 1912 zum Bruch Duchamps mit den Kubisten und der Tafelbildmalerei
führte.
Günther Oberhollenzer
Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
| 2012 |
DER GEMALTE RAUM, Schömer-Haus |
| 2006 |
PERMANENT 06 |
| 2004 |
PERMANENT 04 |
| 2003 |
HUMAN STORIES - Fotoarbeiten und Malerei aus der SAMMLUNG
ESSL, Ludwig Museum, Budapest |
| 2002 |
AUGENBLICK – FOTO / KUNST |
| 1998 |
ART.IST.INNEN |
Weiterführende Literatur zu dieser Künstlerin finden
Sie in der Bibliothek >>
des Essl Museums. |
updated: 26.04.2013
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