BILJANA DJURDJEVIC
1973 geboren in Belgrad
Lebt und arbeitet in Belgrad
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| Biljana Djurdjevic, 2010 |
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Bambi is dead, 2000
Öl auf Leinwand
70 x 200 cm
Foto: Mischa Nawrata, Wien
© Sammlung Essl Privatstiftung |
Persönliche Daten
| 2000 |
Abschluss der Postgradualen Studien an der
Academy of Fine Arts, Belgrad |
Zum Werk
Biljana Djurdjevic orientiert sich an der altmeisterlichen Technik
der Ölmalerei. Ihre figurativen Gemälde handeln von den
Auswirkungen von Gewalt und Bedrohungen, die für unsere Zeit
spezifisch sind. Die gezeigten Handlungen spielen sich meist in
öffentlichem Ambiente wie Hotel- und Badezimmern oder Umkleideräumen
ab. Fliesen oder Tapeten markieren diese sterilen Räume, die
jedoch nicht in voller Größe, sondern ausschnitthaft
wiedergegeben werden, wodurch der Betrachter die dargestellten Personen
in einem engen Grenzbereich in Nahsicht wahrnehmen kann. Auf diese
Weise wird das im Bild umgesetzte Geschehen betont und dem Betrachter
ohne Umwege vor Augen geführt. Die Handelnden werden zueinander
dramatisch in Beziehung gesetzt.
Im Bild „Bambi is dead“ (2002) sind zwei große,
weiße Bulldoggen vor einer gekachelten Wand an einer Metallstange
angebunden. Sie setzen mit offenen Mäulern, zurückgelegten
Ohren und gefletschten Zähnen zum Sprung an. Die Szene vermittelt
ihre Angriffslust und Bereitschaft zum Kampf. Im Betrachter entstehen
Gefühle der Angst und Bedrohung. Die Hunde fungieren hier als
Symbole für Gewalt, die für Djurdjevic zur Metapher für
den Krieg und Elend wird. Versteckte oder offensichtliche Symbole
sind in allen Gemälden der Künstlerin zu finden.
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Sunshine
and Lolipop, 2000
Öl auf Leinwand
70 x 200 cm
Foto: Archiv Sammlung Essl
© Sammlung Essl Privatstiftung |
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Das Bild mit dem ironischen Titel „Sunshine and Lolipop“
(2000) gibt zwei Männer wieder, die in einer Uniform stecken
und mit schweren Stiefeln und schwarzen Lederhandschuhen bekleidet
sind. Der im Vordergrund sitzende, trägt einen Helm auf dem
Kopf. Zwei Gasflaschen lehnen an den Fliesen, die Tür nach
außen ist geschlossen. Einer der Männer hält in
der Hand einen Schlagstock, der an seiner Hüfte ruht. Für
den Betrachter ergibt sich der Eindruck, als blicke er heimlich
durch ein breites, schmales Fenster in einen kleinen, abgeschlossenen
Raum, der nicht vollständig wahrgenommen werden kann. Djurdevic
macht hier das Thema Gewalt und die Bereitschaft dazu präsent,
in dem sie klar und deutlich die Waffen der Schergen in die Komposition
miteinbindet. Die plakativen Gestalten erinnern an die Figuren der
traditionellen, sozialistischen Propaganda.
Elisabeth Pokorny-Waitzer
Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
Weblink www.biljanadjurdjevic.com
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Weiterführende Literatur zu dieser KünstlerIn
finden Sie in der Bibliothek
>> des Essl Museums. |
updated: 04.03.2011
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