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GUNTER DAMISCH

1958 geboren in Steyr, Oberösterreich
Lebt und arbeitet in Wien und Freydegg

Gunter Damisch Damisch
Gunter Damisch, 2006
Foto: Udo Titz
Weltenschleife, 1990
Öl auf Leinwand, 2-teilig
220 x 110 cm

Persönliche Daten

1977 - 83 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Max Melcher und Prof. Arnulf Rainer
1992 Gastprofessur an der Akademie der bildenden Künste Wien
ab 1998 Ordentliche Professur an der Akademie der bildenden Künste Wien

Preise:
 
1983 Römerquelle Kunstpreis
1985 Otto Mauer Preis
Max Weiler Preis
1991 Karl Rössing Preis
1995 Preis der Stadt Wien
1996 Anton Faistauer Preis für Malerei des Landes Salzburg
Preis bei der 2. Internationalen Graphiktriennale, Prag
Oberösterreichischer Landeskulturpreis für Graphik



Zum Werk

Der Maler, Zeichner, Druckgrafiker und Bildhauer Gunter Damisch wurde im Umfeld der "Neuen Wilden" in den 1980er Jahren bekannt. Eine Generation von jungen Künstlern in Österreich und Deutschland konzentrierte sich erneut auf die Malerei und betrieb diese spontan und intensiv. Mythologische Zeichen, ovale, kreisartige oder längliche Formen, Schlangenlinien, amöbenartige Wesen und flimmernde Galaxien bevölkern die Bilder von Gunter Damisch.

Unverkennbar ist die Malweise: der üppige, reliefartige Farbauftrag und der Einsatz von dunklen und intensiven Farben. Die helleren Farben leuchten aus dem meist dunklen Umfeld. Die aufrechten länglichen Wesen seiner Bilder nennt Gunter Damisch "Flämmler", "Wächter" oder "Steher". Das Konglomerat von vielschichtig aufgetragener Farbe und die daraus wachsenden Formen bezeichnet er als "Welten".

Gunter Damisch - Blauer Steher
Blauer Steher, 1991
Öl auf Leinwand
200 x 100 cm
Foto: Photoatelier Laut, Wien


Oft heben sich wenige größere Figuren von unzähligen, sie umgebenden Kleineren ab. Der Mikrokosmos und Makrokosmos aus Farbe und Form verleiht den Bildern von Gunter Damisch eine kosmische Dimension.

Wesen treffen voll Erstaunen über ihre Begegnung in einem Universum von farbiger Dichte aufeinander. Auf einigen Bildern verdunkeln tentakelartige Bänder den Raum. Verschnürungen, Verankerungen, Verstrickungen wuchern und gedeihen. Der ursprünglich weite Raum wird ausgefüllt.

Die Schöpfung von Gunter Damisch ist lichtvoll, beweglich, wächst aus der Dunkelheit, hat spielerische Leichtigkeit und gehaltvolle Tiefe. Die Farbe hat ihre Faszination in ihrer Doppelrolle: als reines Material und als Erzählerin durch die Formen die sie erschafft. In den Skulpturen lässt Damisch die Formen seiner Bildwelten im dreidimensionalen Raum als unabhängige "Einzelsteher" wirksam werden.

Mela Maresch


Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
2011 FOCUS: ABSTRAKTION. Werke aus der Sammlung Essl
2008 KOMPLEX. Österreichische Gegenwartskunst aus der Sammlung Essl in Klosterneuburg / Wien im Museum am Ostwall, Dortmund
2009 MEISTERWERKE DER SAMMLUNG ESSL
2007 A TRIBUTE. 35 YEARS OF THE ESSL COLLECTION
2007 Passion for Art
2006 ÖSTERREICH: 1900 – 2000. Konfrontationen und Kontinuitäten
2004 NEUE WILDE – Eine Entwicklung
2000 SAMMLUNG ESSL PERMANENT 01
1999 the first view
1996 Abstraktion in Österreich. Bilder aus der "Sammlung Essl"
weitere Station: Art Gallery Slovenj Gradec, SLO
1996 Malerei in Österreich 1945-1995. Die Sammlung Essl im Künstlerhaus Wien,
weitere Station: Mücsarnok Kunsthalle, Budapest
1994 Neue Malerei in Österreich, Karmeliterkirche Wiener Neustadt
1993 Jan Hoet präsentiert die Sammlung Schömer
1991 Das Jahrzehnt der Malerei. Österreich 1980 bis 1990. Kunstforum Wien; weitere Stationen in Europa, Indien und den USA
1989 Österreichische Malerei und Graphik nach 1945, Ausstellungszentrum Bärnbach


Weblink

www.gunter-damisch.at >>


Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der Bibliothek >> des Essl Museums.
updated: 30.05.2011