ARIK BRAUER
1929 geboren in Wien
Lebt und arbeitet in Wien
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Arik Brauer, 2007
Foto: Markus Thums |
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Brennende Frau als Blume,
1966
Öl auf Sperrholz mit Acrylgrund
63 x 70 cm
Foto: Franz Schachinger
© Sammlung Essl Privatstiftung |
Persönliche Daten
| 1945-51 |
Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien
bei Prof. Albert Paris Gütersloh |
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Gründung der „Wiener Schule des Phantastischen
Realismus“ |
| 1947-51 |
Gesangsstudium |
| 1979-85 |
Gastprofessur an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg |
| 1985 |
Ehrung mit dem Umweltpreis |
| 1986-97 |
Berufung zum Professor an der Akademie der bildenden Künste
in Wien |
| 2002 |
Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und
Kunst I. Klasse |
Zum Werk
"Besser violett geträumt als grau gedacht."
1
Arik Brauer, Maler und Musiker, gründet anfang der 1950er
Jahre mit Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton
Lehmden die „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“.
Diese spezifisch österreichische Antwort auf den Surrealismus
ist bestimmt durch altmeisterliche Technik und phantastisch-unwirkliche
Kreationen. Die Bildwelten Brauers sind geprägt vom jüdisch
alttestamentarischen Erbe und einer sinnlichen, farbexplosiven
Traumwelt. Brauer wird aufgrund seiner jüdischen Wurzeln
während des Nationalsozialismus verfolgt, studiert dann nach
dem Krieg an der Wiener Akademie Malerei bei Gütersloh, sowie
auch Gesang. In den 1950er Jahren reist er durch Europa und Afrika,
lebt eine Zeit lang in Israel, wo er seine Frau kennenlernt und
ist, nach seiner Rückkehr 1964 nach Wien schon ein berühmter
Vertreter der „Wiener Schule“.
Brauer selbst sieht sich in erster Linie als malerischer Erzähler,
dessen Geschichten die Menschen hören sollen, in dem sie
seine Bilder betrachten. Arik Brauer war einer jener Künstler,
die das Sammlerpaar Agnes und Karlheinz Essl schon in ihrer Privatwohnung
ausgestellt haben (1986).
Das Gemälde „Brennende Frau als Blume“ (1966)
zeigt eine rote Frau mit rosa Haaren, die nackt, schon vom Feuer
erfasst ist. Ihre Arme stehen in lodernden Flammen. Sie züngeln
um ihren Unterleib, der im Wasser steht. Die Farbe des Feuers
spiegelt sich in den Wellen, deren Gekräusel dem bizarren
Muster der roten Zungen antwortet.
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Alles was Flügel hat fliegt, 1973
Gouache auf acrylgrundierter Holzfaserplatte
100 x 100 cm
Foto: Mischa Nawrata, Wien
© Sammlung Essl Privatstiftung |
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„Alles, was Flügel hat“ (1973) ist ein wie aus
einem bunten Traum entnommenes, märchenhaftes Bild. Der Phantasie
des Künstlers sind hier keine Grenzen gesetzt. Einige Menschen
mit unnatürlich roten Köpfen und allerlei phantastisches
Getier haben Flügel und sind in den leuchtendsten Farben
dargestellt. Ein an allen Seiten offenes, tempelartiges Bauwerk
steht in der Landschaft und wird von bizarren Wesen besetzt. Auf
dem Dach befindet sich ein riesiges Ei, in dem ein rot gefiedertes
Menschlein auf den Betrachter blickt. Brauer führt uns hier
in Anlehnung an die mittelalterliche Weltenlandschaft eine Traumwelt
vor, die von surrealen Lebewesen und Monstern bevölkert wird
und uns vor allem durch ihren Detailreichtum erstaunen lässt.
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Das Paar, 1950
Öl auf Holzfaserplatte
22 x 48 cm
Foto: Mischa Nawrata, Wien
© Sammlung Essl Privatstiftung |
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Die Kraft der Natur ist in jedem der Gemälde des Künstlers
ein wichtiges Thema. Arik Brauer ist der Dichter auf der Leinwand,
der uns mit seinen lyrischen Bildern die Schönheit der Welt
stets aufs Neue vor Augen führen will.
1) Arik Brauers Bildtitel für ein Aquarell, in: Brauer.
Aquarell. Religion, o.O., o.J., o.S. (S. 12).
Elisabeth Pokorny-Waitzer
Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
| 2011 |
FESTIVAL DER
TIERE. Eine Ausstellung für Kinder. Erwachsene
willkommen! |
| 2007 |
A TRIBUTE
- 35 YEARS OF THE ESSL COLLECTION |
| 2006 |
ÖSTERREICH:
1900 – 2000. Konfrontationen und Kontinuitäten
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| 2005 |
IR/REAL
- Tendenzen des Realismus in Österreich ab 1945 |
| 1998 |
Umbruch. Werke der 60er Jahre aus der Sammlung Essl, Schömer-Haus |
| 1997 |
UTOPIE UND WELTSCHMERZ. Arbeiten auf Papier, Schömer-Haus
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| 1996 |
Malerei in Österreich 1945-1995. Die Sammlung Essl
im Künstlerhaus Wien; weitere Station: Mücsarnok
Kunsthalle, Budapest |
| 1989 |
Österreichische Malerei und Graphik nach 1945, Ausstellungszentrum
Bärnbach |
Weblink www.arikbrauer.at
>>
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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