KAREL APPEL
1921 geboren in Amsterdam
2006 gestorben in Zürich
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In seinem Studio in New York, 1990
Foto: Yann Charbonnier, Paris © Karel Appel Foundation
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Devil Women, 1962 Öl auf Leinwand, 127 x 96 cm
© Karel Appel Foundation, Amsterdam
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Persönliche Daten
| 1942–44 |
Studium an der Reichsakademie in Amsterdam |
| 1948–51 |
Mitbegründer der Künstlergruppe CoBrA |
| 1959 |
Großer Preis für Malerei, V. Biennale von São
Paulo |
| Ab 1990 |
Ateliers in den USA und Europa |
Zum Werk
Karel Appel gilt als bedeutendster Künstler der Niederlande
nach 1945. Er überwindet in seinem Werk die Trennung von
Figur und Abstraktion in einer expressiven spontanen Ausdrucksweise.
Im Alter von fünfzehn Jahren malt er erste Landschaften in
Anlehnung an Claude Monet.
Nach dem Studium an der Akademie begegnet er in Paris Werken der
Art Brut und setzt sich mit Kinderzeichnungen und außereuropäischer
Kunst auseinander. Mit Asger Jorn und anderen Künstlern gründet
Karel Appel die Gruppe CoBrA (1948-1951). Aus den Anfangsbuchstaben
der Hauptstädte gebildet, aus denen ihre Protagonisten stammten
– Copenhague, Bruxelles und Amsterdam – stellt sich
CoBrA gegen künstlerische Akademismen und bezieht sich auf
das Ursprüngliche, das Wilde und Emotionale.
Appel entwirft in dieser Zeit kindlich-naive Bildwelten und gestaltet
reliefartige Assemblagen aus Holzteilen sowie Bronzeskulpturen,
die afrikanische Einflüsse erkennen lassen.
Ab 1951 lebt Karel Appel in Paris. In den Bildern aus dieser Zeit
prallen vermehrt Farbmassen aufeinander; grell und unbändig
beherrschen sie den Bildraum.
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The Whirling Sun,
1966
Öl auf Leinwand, 190 x 230 cm
Foto: Franz Schachinger, Wien
© Karel Appel Foundation, Amsterdam |
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In den 60er Jahren verliert sich die Figur in wilden Formen und
dynamischen Gesten, die die Materialität der Farbe als Ausdrucksträger
in den Vordergrund rücken. In den 90er Jahren wird der Pinselstrich
moderater und die Figuren klarer. Die Nähe zur Art Brut wird
erneut in Bildern von Kopffüßlern deutlich. In den
letzten Jahren vor seinem Tod 2006 wird die toskanische Landschaft
Appels Inspirationsquelle.
Figur und Abstraktion finden sich innerhalb
eines Bildes wieder und die Hintergründe bleiben oft unbearbeitet.
Ein Ausdruck seines kreativen Schaffens war es, die Malerei mit
anderen Künsten zu verbinden. So bringt er 1982 seinen ersten
Gedichtband heraus und entwirft für die Salzburger Festspiele
2006 das Bühnenbild für Mozarts „Zauberflöte“.
Einsamer Vogel
Wenn ich ein Vogel wäre
So würden sie sagen
Er fliegt einsam und allein
Würden sie sagen
Er fliegt durch die Nacht
Ich fliege höher und höher
Bin gar kein Vogel mehr
aus: Karel Appel, Gedichte, Bern 2000, S. 28. |
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Maria-Theresia Moritz
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum / Schömer-Haus
| 2013 |
DER HIMMEL IM GARTEN, Schömer-Haus |
| 2011 |
FOCUS: ABSTRAKTION. Werke aus der Sammlung Essl |
| 2009 |
post COBRA.
Alechinsky - Appel - Jorn |
| 2006 |
PERMANENT 06 - Werke aus der Sammlung Essl |
| 2005 |
Contemporary Art and Post-War-Painting: The Essl Collection,
Museo de
Arte Moderno de México, Mexico City; Museo de Arte
Contemporáneo de Monterrey MARCO, Mexico |
| 2003 |
Neuankäufe 2003 |
| 2000 |
Permanent 01 |
| 1999 |
SAMMLUNG ESSL – the first view |
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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updated: 26.04.2013
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