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Literaturprogramm >SCHÖNHEIT UND VERGÄNGLICHKEIT<

Künstlerische Positionen und frische Literatur, die sich mit existenziellen Fragestellungen beschäftigen, stehen im Zentrum der Ausstellung >SCHÖNHEIT UND VERGÄNGLICHKEIT<. Der Große Saal im Essl Museum wird zu einem Gedankenraum, in dem Werke von Jörg Immendorff, Jannis Kounellis, Zoran Mušič, Marc Quinn, Daniel Spoerri und Antoni Tàpies zu sehen sind. 17 Autorinnen und Autoren wurden eingeladen, über Schönheit und Vergänglichkeit zu reflektieren. Die Ausstellung wird von einer Lesereihe und einem KUNST-LESEBUCH begleitet. Der Eintritt zu allen Lesungen ist frei!

Mieze Medusa / Magda Woitzuck 12.10. (Mi), 19 Uhr: MIEZE MEDUSA / MAGDA WOITZUCK
Mieze Medusa machte sich in den letzten Jahren als literarische Performerin einen vielbeachteten Namen. Der Poetry Slam wurde als eigene literarische Kunstform durch Mieze Medusa auch in Österreich populär. In ihrem Text „das dunkelt noch nach“ verleiht sie mit der ihr eigenen Sprachrhythmik dem Vergänglichen eine lyrische Dimension.
Magda Woitzuck (*1983) erhielt bereits mehrere Preise, unter anderem für ihr Hörspiel „Doggod“. Ihre Kurzgeschichte „Zurück nach Troja“ verdeutlicht die Irreversibilität der Vergänglichkeit und zeigt, dass der Tod an sich tiefe Spuren hinterlässt.

Andrea Grill 19.10. (Mi), 19 Uhr: ANDREA GRILL
Andrea Grill (*1975) ist sowohl als Literatin als auch als Naturwissenschafterin erfolgreich. Sie schreibt Romane, Erzählungen und Gedichte, arbeitet als Übersetzerin aus dem Albanischen und veröffentlicht in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Sie lebt in Wien. Für ihre Werke erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen.
In einem Dramolett lässt Andrea Grill die Schwestern „Schön“ und „Schwarz“ auftreten, eine Satire auf unsere Zeit und ihren Umgang mit dem was berühmt, schön und begehrt ist.

Manfred Chobot 02.11. (Mi), 19 Uhr: MANFRED CHOBOT
Manfred Chobot (*1947), Urgestein der österreichischen Literatur, schrieb mehr als 50 Hörspiele und Features, außerdem Gedichte, Romane und vieles mehr. Chobot lebt in Wien. Er gilt als scharfer Beobachter mit feinem Humor.
Seine satirische Erzählung „Anna und Maria im Doppelpack“ gleitet mit einem Augenzwinkern durch alle Werke der Ausstellung >SCHÖNHEIT UND VERGÄNGLICHKEIT<.


LESUNGEN IM RAHMEN DES OPEN HOUSE

Alexander Urosevic 12.11. (Sa), 16 Uhr: Alexander Urosevic
Alexander Urosevic (*1960), promovierter Kulturanthropologe und Schriftsteller, lebt in Wien. Er ist ebenso Reisender wie Beobachter und Rechercheur. In seinem Text „Schönheit…und Vergänglichkeit“ begibt er sich auf eine weite Reise und spürt dem Werk des griechischen Künstlers Jannis Kounellis auf derart intensive Weise nach, dass einen die Lust packt, dem Autor nachzureisen.

Emmahermine Schiene 12.11. (Sa), 17 Uhr: Emmahermine Schiene
Emmahermine Schiene, studierte Politologin und Autorin, lebt in Wien. Sie nähert sich dem schwierigen Thema der Vergänglichkeit und Jörg Immendorffs Werk auf fast trotzige Weise an. Ihr Text „durch.schauen.durchschauen“ verwebt persönliche Erfahrungen und Philosophische zu einer lyrisch angehauchten Reflexion.

Lukas Meschik 13.11. (So), 11 Uhr: Lukas Meschik
Lukas Meschik (*1988) zählt seit seinem Debütroman „Jetzt die Sirenen“ im Jahr 2009 zu den am meisten gelobten Autoren der ganz jungen Generation. Mit seiner Band „Filou“ ist er auch als Musiker erfolgreich. Er lebt und arbeitet in Wien.
Für das Projekt >SCHÖNHEIT UND VERGÄNGLICHKEIT< etabliert er mit dem Text „Die Entsalzung der Meere“ das Assoziat, eine Aufzählung planmäßig angeordneter Assoziationen.

Alexander Peer 13.11. (So), 16 Uhr: Alexander Peer
Alexander Peer (*1971) veröffentlichte zahlreiche Bücher und Kurzgeschichten, ist auch als Journalist tätig und erhielt Preise und Auszeichnungen für seine literarische Arbeit. Er lebt in Wien und auf Reisen. Alexander Peer profiliert sich mit seinem Text „Wo ein Wille, da die Wehmut, dort die Wut“ als scharfer Essayist, der Humor, Larmoyanz und klare Beobachtung als stilistische Spitzen einzusetzen weiß.

Michael Stavaric
Vienna Art Week
16.11. (VIENNA ART WEEK SPECIAL, Mi), 19 Uhr: Michael Stavaric
Michael Stavaric (*1972) lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Wien. Er gilt seit seinem Roman „stillborn“ als einer der spannendsten Autoren seiner Generation im deutschsprachigen Raum. Seither wurde Stavaric mehrmals mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet.
Sein Text „Myself, Marc Quinn (Ein fiktives Tagebuch)“ beschreibt aus der Perspektive des Künstlers Marc Quinn den Prozess der Titelfindung in stilistisch eindrucksvoller Weise.

Josef Kleindienst / Ernesto Susana / Erwin Uhrmann 23.11. (Mi), 19 Uhr: JOSEF KLEINDIENST / ERNESTO SUSANA / ERWIN UHRMANN
Josef Kleindienst (*1972) war 2010 für den Bachmannpreis nominiert, kurz darauf erschien sein Debütroman „An dem Tag, als ich meine Friseuse küsste, sind viele Vögel gestorben“, der auf der Frankfurter Buchmesse großes Medieninteresse nach sich zog. Für >SCHÖNHEIT UND VERGÄNGLICHKEIT< setzt er sich auf essayistische Weise mit Werken von Jörg Immendorff und Daniel Spoerri auseinander.
Ernesto Susana (*1963) wurde in Kuba geboren. Seine Bücher veröffentlicht er im spanischsprachigen Raum. In zehn Gedichten dringt er tief in die Werke von Zoran Music und Jörg Immendorff ein.
Erwin Uhrmann (*1978) schreibt Romane, Kurzgeschichten und Gedicht. 2009 erschien sein Debütroman „Der lange Nachkrieg“. Sein Text „Boltzmann und das Skelett“ begleitet den Schüler Immendorff, dem sich ein Bild aufdrängt. Alle drei Autoren leben in Wien.

Rabea Edel / Gerhild Steinbuch 14.12. (Mi), 19 Uhr: RABEA EDEL / GERHILD STEINBUCH
Rabea Edel (*1982) veröffentlichte 2006 ihren vielbeachteten und preisgekrönten Debütroman „Das Wasser, in dem wir schlafen“. Sie lebt in Berlin und zählt zu den spannendsten jungen Autorinnen ihrer Generation in Deutschland. In ihrem Text „Nach Parlanam“ erzeugt sie betörende Bilder einer utopisch anmutenden Stadt, in der sowohl Schönheit als auch Vergänglichkeit ganz anders wahrgenommen werden als in unserer Welt.
Gerhild Steinbuch (*1983) ist seit einigen Jahren die bedeutendste junge Dramatikerin Österreichs. Sie lebt in Berlin. Ihre Werke wurden an zahlreichen Bühnen aufgeführt. Ihr Text „Das Gelbe von Allem“ ist eine lyrisch-kraftvolle, gleichzeitig feingliedrig-präzise Annäherung an ein Werk von Zoran Music.

Fabian Faltin / Elisabeth R. Hager 18.01. (Mi), 19 Uhr: FABIAN FALTIN / ELISABETH R. HAGER
Fabian Faltin (*1980) lebt in Wien. Er ist einer der vielseitigsten jungen Autoren, der die Brücke zu Performance und bildender Kunst erfolgreich schlagen konnte. 2010 erschien sein Debütroman „Gute Macht“. Sein blendender Essay „RE: Schönheit und Vergänglichkeit“ stellt das symbolische Gewicht der Begrifflichkeiten Schönheit und Vergänglichkeit in Frage.
Elisabeth R. Hager (*1981) ist ebenso vielseitig, arbeitet wissenschaftlich und für das Radio als Regieassistentin für Hörspiele. Sie lebt in Berlin. 2012 erscheint ihr Debütroman „Kometen“. In einem handschriftlichen Brief begibt sie sich in die Rolle einer Museumsaufsicht des Essl Museums, der im Umgang mit der Kunst etwas Schreckliches widerfahren ist.

updated: 09.01.2012