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NIKI DE SAINT PHALLE
>Im Garten der Fantasie<
21.05.2010 – 26.09.2010, Großer Saal

Kurator und Ausstellungsorganisation: Andreas Hoffer und Anna Szöke

Das Essl Museum präsentiert mit der Ausstellung >NIKI DE SAINT PHALLE – Im Garten der Fantasie< einen retrospektiven Einblick in das Werk der 2002 verstorbenen Künstlerin. Frühe Assemblagen, Schießbilder, Objekte und Skulpturen aus dem berühmten Tarotgarten in der Toskana, gemeinsame Arbeiten mit Jean Tinguely und die populären Nanas werden zu sehen sein.

Die spektakulären Schießbilder, meist Darstellungen von männlichen oder monströsen Wesen, auf welche die Künstlerin vor Publikum mit echten Waffen geschossen hat, bilden den feministisch künstlerischen Ausgangspunkt von Niki de Saint Phalles Arbeiten.

„Ich war bereit zu töten. Das Opfer, das ich wählte, waren meine eigenen Bilder“, meinte die Künstlerin einmal zu ihren Schießbildern, und weiter: „Die Bilder bluteten. Die weiße Oberfläche wurde mit ausspritzender Farbe bedeckt. Das Bild begann zu leben.“ Niki des Saint Phalles Werk entwickelte sich vor allem in Umgebung mit Formen und Farben zu einem eigenen Universum des Humors und der Sinnlichkeit. In späten Jahren hat sich die Künstlerin intensiv mit der Gestaltung von Gärten beschäftigt.



Niki de Saint Phalle
Niki de Saint Phalle
Niki de Saint Phalle
Foto: Michael Herling/Aline Gwose
© N.C.A.F. – Donation Niki de SAINT PHALLE
Sprengel Museum Hannover / VBK, Wien, 2010
La marieé à cheval, 1963-97
Gips, Farbe und Objekte auf Maschendraht
235 x 300 x 120 cm
Foto: Michael Herling/Aline Gwose
© N.C.A.F. – Donation Niki de SAINT PHALLE
Sprengel Museum Hannover / VBK, Wien, 2010


Niki de Saint Phalle
Niki de Saint Phalle
Saint Sebastien or Portrait of my Lover, 1961
Dartscheibe, Pfeile, Hemd du Krawatte, Farbe auf Holz
100 x 74 x 15 cm
Foto: Michael Herling/Aline Gwose
© N.C.A.F. – Donation Niki de SAINT PHALLE
Sprengel Museum Hannover / VBK, Wien, 2010
La tempérance, 1985
Die Mäßigkeit
Modell für >Jardin des tarots<
Polyester bemalt
72 x 53 x 23 cm
Foto: Michael Herling/Aline Gwose
© N.C.A.F. – Donation Niki de SAINT PHALLE
Sprengel Museum Hannover / VBK, Wien, 2010


Ein Beweggrund, ihr Werk im Essl Museum zu zeigen, ist eine Begegnung des Sammlerehepaars Essl mit der Künstlerin in Kalifornien im Jahr 2001. „Wir erlebten Niki de Saint Phalle als quirlige, lebendige Künstlerin mit funkelnden Augen und einem scharfen Intellekt. Sie empfing uns überaus herzlich, sodass sehr rasch eine vertrauensvolle, freundliche Atmosphäre entstand, die uns ermöglichte, einen sehr persönlichen, vertieften Einblick in ihre Kunst und Arbeitsweise zu erlangen“, so Prof. Karlheinz Essl.

Der Öffentlichkeit ist Niki de Saint Phalle besonders durch die bunten Nana - Figuren bekannt. Es ist unbestreitbar, dass man sich der betörenden Fröhlichkeit und Sinnlichkeit nicht entziehen kann, die augenblicklich beim Betrachten ihrer Arbeiten entstehen. In der aktuellen Schau können sich die Besucher mit allen künstlerischen Phasen auseinandersetzen und diese faszinierende Künstlerin und ihr umfassendes Werk noch besser kennenlernen.

Die Ausstellung wird durch die gute Zusammenarbeit mit dem Sprengel Museum in Hannover ermöglicht, welches große Teile des Nachlasses der Künstlerin besitzt.


Sommerfest >IM GARTEN DER FANTASIE< Sa, 12.06. und So, 13.06.2010

Ein Wochenende mit viel Programm für Besucher aller Altersklassen: Führungen, Workshops, kulinarische Highlights – bei freiem Eintritt.


Katalog

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit etwa 80 Seiten, einem Vorwort von Prof. Karlheinz Essl und Textbeiträgen von Andreas Hoffer und Maria Theresia Moritz.


Kunstvermittlung

Das Team der Kunstvermittlung bietet Führungen und Workshops zur Ausstellung an, zB. eine Führung jeden Sonntag um 13.00 Uhr. Den aktuellen Veranstaltungskalender finden Sie unter KUNSTVERMITTLUNG >>.


Video: Presseführung



Ulrich Krempel (Sprengel Museum Hannover) führt anlässlich der Eröffnung durch die Ausstellung.


Gratis Shuttlebus

Die Besucher können das Essl Museum bequem mit einem gratis Shuttle-Bus von Wien, Albertinaplatz 2 erreichen (10.00, 12.00, 14.00, 16.00 Uhr).


Presseanfragen

Erwin Uhrmann (Leitung), uhrmann@essl.museum, +43 (0) 2243/370 5060
Regina Holler-Strobl, holler-strobl@essl.museum, +43 (0) 2243/370 5062
updated: 21.05.2010