NEUANKÄUFE JUNGE MALEREI
Pressekonferenz: 16.11.2006, 10.30
Eröffnung: 16.11.2006, 19.30
Pressekonferenz und Eröffnung gemeinsam
mit der Ausstellung emerging artists 06:
SCHWEIZ
Ausstellungsdauer: 17.11.2006 – 28.01.2007
Führungen: Samstag 17.00
Ausstellungsort: Großer Saal Sammlung Essl – Kunst
der Gegenwart An der Donau-Au 1, A-3400 Klosterneuburg / Wien
Eines der zentralen Medien in der Sammlung Essl ist auch in Zukunft Malerei.
Wie vital dieses oft totgesagte Medium immer noch ist, führen uns besonders
junge Künstlerinnen und Künstler vor. Daher gibt diese Ausstellung einen
Einblick in die Neuankäufe junger Malerei.
Die Sammler Agnes und Karlheinz
Essl haben sich bei Atelierbesuchen und auf internationalen Messen mit junger
Malerei auseinandergesetzt und angekauft. Auch Ausstellungen im eigenen Museum
boten Anregungen, so z.B. ÖSTERREICH 1900
– 2000, ganz besonders auch die Ausstellungen mit noch nicht etablierten
Künstlern wie emerging artists oder den Preisträgern
des Essl Award aus Zentral-
und Südosteuropa.
Schlaglichter auf einige Positionen in der Ausstellung:
Die österreichischen Künstlerinnen Karen Holländer und
Eva Wagner benutzen Fotografie und Medien als Ausgangspunkt ihrer Malerei,
aber auch die Populär- und Konsumkultur. Ihre malerischen Überlegungen
werden verstärkt vom Figurativen getragen. Auch Martin Schnur verwendet
Fotografie als Vorlage; von zentraler Bedeutung als Basis seiner Malerei sind
die klassische Malerei und das Beherrschen des Handwerks. Die Figuren auf seinen
Bildern sind urbane Menschen, oft aber in einem momentanen Zustand der Melancholie,
des Versunkenseins. Esther Stocker stellt hingegen nicht die Figur sondern
die Wahrnehmung ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens, reduziert auf
wenige geometrische Formen in Schwarz und Weiß.
Surreale, ja sciencefictionartige Szenen finden sich bei James Connelly:
Menschen fliegen durch die Lüfte, der Bildraum wird zum Weltraum. Durch Aufeinanderschichten
und Anhäufen von Farbe schafft Kamini Vellodi Szenarien, die von Geistern,
Gewächsen und anderen, weitgehend undefinierbaren Wesen bevölkert sind.
Die Künstlerin sagt, dass sie der Moment interessiert, "bevor Formen
definitiv werden, wenn gewisse Merkmale noch nicht genügend ausgeformt sind,
um kategorisiert zu werden; wenn ein Auge auch ein Mund sein könnte…".
Leere Plastik-Einlagen für Pralinenschachteln verweisen bei Janice McNab
einerseits auf gewöhnlichen Massenkonsum, andererseits sind sie als luftleere
und kraterartige Landschaften ohne Horizont lesbar.
Die kraftvolle Malerei des slowenischen Künstlers Mark Pozlep
benutzt autobiografische Motive und Arbeitsweisen aus der Jugendkultur-Szene,
oft auch in Kombination mit Video.
Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung:
Astrid Bechtold, Amina Broggi, James Connelly, Dorothee Golz, Christian Hahn,
Thomas Hylander, Siggi Hofer, Karen Holländer, Henning Kles, Anna Meyer,
Janice McNab, Mark Pozlep, Bianca Regl, Martin Schnur, Esther Stocker, Kamini
Vellodi, Helen Verhoeven, Eva Wagner
Pressetext
Partner der Sammlung Essl:
bauMax, Café
+ Co, Donau Versicherung, Telekom
Austria, Siemens AG Österreich, Die
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austria
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