the first view
Eröffnungsausstellung im neuen Kunsthaus der "Sammlung Essl"
06.11.1999 – 31.10.2000, Kunsthaus Sammlung Essl, Klosterneuburg
Kurator: Dr. Rudi Fuchs (Stedelijk Museum, Amsterdam)
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MARIA LASSNIG
Science Fiction
1990-92 |
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PER KIRKEBY Ohne Titel
1995 |
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Zur Eröffnung des neuen Ausstellungshauses zeigt die Sammlung
Essl die von Rudi Fuchs, dem Direktor des Stedelijk Museums
Amsterdam, kuratierte Ausstellung Sammlung Essl - the first
view, die erstmals auch Werke der in der Sammlung vertretenen
internationalen Künstler präsentiert.
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GILBERT & GEORGE
Bloody People
1997 |
"Neben österreichischer Kunst der Nachkriegszeit
sammelt das Ehepaar Essl schon seit vielen Jahren Werke internationaler
Künstler - meistens Maler aus der expressionistischen Tradition.
Die erste Ausstellung im neuen Haus der Sammlung Essl wird die
Breite der Sammlung zeigen - in einer Inszenierung, die wichtige
Werke österreichischer und internationaler Künstler
in präzisen Vergleichen beispielhaft und kritisch zusammenbringt.
Auf diese Weise entsteht ein lebendiges Bild der Epoche."
(Rudi Fuchs)
Zu dieser Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog bei DuMont
(Köln 1999) erschienen mit Textbeiträgen von Rudi Fuchs,
Heinz Tesar und dem Sammler Karlheinz Essl. Das Vorwort daraus
können Sie hier online lesen...
Ein Ausstellungsrundgang von Lassnig bis Quinn
Die Ausstellung beginnt exemplarisch mit einem großen
Gemälde von A.R. Penck, "Klimt zu Ehren", daneben hängt
ein Werk von Maria Lassnig. In der Folge trifft der Besucher in
den Galerieräumen und der Ausstellungshalle auf die von Rudi
Fuchs inszenierten Vergleiche zwischen Antoni Tàpies, Arnulf
Rainer und Markus Prachensky; zwischen Günter Brus und Johanes
Zechner sowie zwischen Günter Förg, Herbert Brandl und
Albert Oehlen. Georg Baselitz trifft auf Karel Appel und Antonio
Saura; Max Weiler auf Per Kirkeby und Asger Jorn. Gerhard Richter,
Pierre Soulages und Kurt Kocherscheidt werden in einem Raum miteinander
vernetzt, und im nächsten Saal lassen sich Werke von Emilio
Vedova mit Werken von Sam Francis und einer Plastik von Fritz
Wotruba vergleichen.
Mit Marc Quinn und neuerlich Maria Lassnig treffen im letzten
Raum der Galerien die älteste Künstlerin und der jüngste
Künstler der Ausstellung aufeinander. Arbeiten von Walter
Pichler werden gemeinsam mit Werken von Lucio Fontana gezeigt
und dem Altösterreicher Zoran Music werden Bilder und eine
Skulptur von Jim Dine gegenübergestellt.
Am Ende der Ausstellungshalle, die in einem abwechslungsreichen
Slalom weitere österreichische und ausländische Künstler
u.a. Sigmar Polke, Julian Schnabel, Franz Ringel, Frank Stella,
Wolfgang Hollegha, Christian Ludwig Attersee, Martin Kippenberger,
Hermann Nitsch und Franz West, kombiniert, findet sich in einem
separaten Raum ein Projekt von Jörg Immendorff. Angeregt
durch ein Gespräch mit den Sammlern, hat Immendorff die österreichische
Kunstwelt monumental in Szene gesetzt.
Von dem Ausstellungskonzept der Galerien und der darauffolgenden
Ausstellungshalle unterscheidet sich die Inszenierung der Kunstwerke
im "Großen Saal". Dieser 800 m2 große Raum, dessen
Charakter von einer gewölbten Decke in Form einer Welle geprägt
ist, verlangt nach einer dramatischen "Mise en scène".
Eine große, speziell für das Ausstellungshaus der Sammlung
Essl gestaltete Arbeit von Jannis Kounellis beherrscht einen bedeutenden
Teil des Raumes. Die Dimension dieser Arbeit verlangt ein entsprechendes
Gegenüber: die 3 Meter hohe Bronzeskulptur "Standbein - Spielbein"
von Markus Lüpertz, sowie großformatige Arbeiten von
Gilbert & George.
Dagegen ist die Assemblage von Nam June Paik einem kleinen, intimen
Theater ähnlich, mit einem Flügel, einem Stuhl und Videogeräten.
Im direkten Vergleich zeigt die Ausstellung mit "Touching. Body
Poem" aus 1970 die erste Videoinstallation von VALIE EXPORT. Eine
Glaswand der Künstlerin Eva Schlegel bildet den transparenten
Übergang vom "Großen Saal" zu Café und Bookshop.
Der Rundgang durch die Ausstellung schließt mit einem Blick
auf die Skulptur eines springenden Hasen von Barry Flanagan im
Garten des Ausstellungshauses.
Katalog
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SAMMLUNG
ESSL - the first view
Broschiert, 424 Seiten, zahlreiche Farbtafeln.
Vorwort von Rudi Fuchs. Mit Textbeiträgen von Rudi Fuchs,
Heinz Tesar und dem Sammler Karlheinz Essl.
DuMont Buchverlag: Köln 1999
€ 19,00 (Bestellung per E-MAIL >>)
Erhältlich auf deutsch oder englisch. |
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updated: 21.09.2010
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