Seitenvergrößerung (inkl. Bilder):

WINDOWS: Drücken Sie "Strg" und "+"
oder klicken Sie auf "Ansicht",
dann "Zoom/Schriftgrad"

MAC: Drücken Sie "cmd/Apfel" und "+"

Schriftvergrößerung (ohne Bilder):

klein | mittel | groß

BLUT & HONIG – ZUKUNFT IST AM BALKAN


TÜRKEI

Country name: Turkey in national language: Türkiye Cumhuriyeti. The name of the country derives from the Turkish tribes which came to Asia Minor in the mediaeval times. Form of government: Republic, constitution of 1982 Capital: Ankara Languages: Turkish (official language). In addition, various Kurdish dialects are spoken in the areas of the south-east and in the eastern part of the country. Total area: 779,452 km2, of which 23,623 km2 are in Europe Inhabitants: 65,500.000 Population density: 84.1 inh./ km2 Religions: Muslims 99% Ethnic groups: Turks 80-88%, Kurds 10-20%, Arabs 1.5%, other 0.3%

Landesname: Türkei in Landessprache: Türkiye Cumhuriyeti. Der Name des Landes stammt von den Turkvölkern, die im Mittelalter nach Kleinasien eingewandert waren. Staatsform: Republik, letzte Verfassung von 1982 Hauptstadt: Ankara Sprachen: türkisch (Amtssprache). In weiten Teilen des Südostens und Ostens werden auch verschiedene kurdische Dialekte gesprochen. Fläche: 779.452 km2, davon 23.623 km2 in Europa Einwohner: 65.500.000 Bevölkerungsdichte: 84,1 Einw./ km2 Religionen: Muslime 99% Ethnische Gruppen: Türken 80-88%, Kurden 10-20%, Araber 1,5%, andere 0,3%


GESCHICHTE

Das Turkvolk der Ogusen begründete im 13./14. Jahrhundert das Osmanische Reich. Seit jeher war die Geschichte der Türkei auch Teil der Historie Europas. Von Algerien über Ägypten einschließlich Teilen der Arabischen Halbinsel, vom Persischen Golf über die Krim, Griechenland, den Balkan und Ungarn herrschten die Osmanen. Aufstieg zur Weltmacht, mit Konstantinopel als Hauptstadt. Der Niedergang setzte nach der zweiten, wiederum erfolglosen Belagerung Wiens 1683 ein, die den großen Gegenstoß von Österreich unter Prinz Eugen von Savoyen zur Folge hatte. In den Balkankriegen 1912/13 gingen die verbliebenen europäischen Besitzungen fast ganz verloren.

1. Weltkrieg: 1914 Kriegsantritt an der Seite der Mittelmächte. Im 1. Weltkrieg gingen die arabischen Teile des Reiches verloren (Irak, Palästina und Syrien). 1918 endete das Osmanische Reich.

Zwischenkriegszeit: Mustafa Kemal ("Atatürk") gründete 1923 die Türkische Republik, er führte eine zielbewusste Europäisierungspolitik durch, verfügte strickte Trennung von Staat und Religion, setzte das Wahlrecht für Frauen, die Einehe sowie die lateinische Schrift durch und verbot den Fes, die traditionelle Kopfbedeckung.

2. Weltkrieg: Die Türkei war zunächst neutral, erklärte am 23.2.1945 Deutschland den Krieg, dies war auch Voraussetzung für die Aufnahme in die UN. 1952 wurde die Türkei Mitglied der NATO. 1960–1980 mehrere Militärputsche. 1982 wurde eine neue, im Auftrag des Militärregimes ausgearbeitete Verfassung mit 91,3 Prozent der Stimmen gebilligt. Diese sah ein parlamentarisches Regierungssystem vor, innerhalb dessen die Militärs jedoch ihre starke Stellung behielten.

Situation heute: Seit 1987 Bemühungen um Mitgliedschaft in die Europäische Union, eine Vollmitgliedschaft lehnte der EU-Rat bisher aber ab. 2001 verabschiedet das türkische Parlament ein Gesetzespaket zur rechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern in Ehe und Familie und es wurde die Bestimmung gestrichen, dass der Mann das Oberhaupt der ehelichen Gemeinschaft ist.


WIRTSCHAFT

Über 60% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, landwirtschaftliche Produkte sind auch Hauptexportgut (Baumwolle, frische und getrocknete Früchte, Haselnüsse). Wichtiger Zweig der türkischen Industrie: Textilindustrie, zu der auch geknüpfte Teppiche zählen. Wesentliche Deviseneinnahmen durch Tourismus.


KULTUR

In der Türkei haben die altorientalischen Hochkulturen, die Griechen, Perser und Römer, die Byzantiner, Seldschuken und Osmanen Spuren hinterlassen. Ab dem 19. Jahrhundert und besonders seit der Regierungszeit von Kemal Atatürk ab 1923 öffnete sich die Türkei westlichen Einflüssen.


WELTKULTURERBE

Historische Bereiche von Istanbul; Nationalpark Göreme und die Felsendenkmäler von Kappadokien; Große Moschee und Krankenhaus von Divgri; Ruinenstätte Nemrut Dag; Ruinen von Xanthos mit dem Heiligtum der Latona; Archäologische Stätte von Troja.


LINKS


WEITERFÜHRENDE LITERATUR

  • Aktuelle Situationen in den Türkrepubliken. Sükrü Alkan, Önel-Verlag
  • Die Türkei: von der West-Integration zur Ost-Wendung? Yusuf Aslan, Frankfurt
  • Allahs Schatten über Atatürk. Peter Scholl-Latour, München (2001)
updated: 06.09.2010