SLOWENIEN
Country name: Republic of Slovenia in national
language: Republika Slovenija Form of government:
Parliamentary Deomocracy Independency (from Yugoslavia):
since 1991 Capital: Ljubljana Language: Slovenian
Inhabitants: 1,980.000 Population density: 98.2
inh./ km2 Total area: 20,256 km2 (coast: 46.6 km) Religions:
Catholics 86.0%, Greek-Orthodoxs 2 %, Muslims 1.5 %, other 10.5%
Ethnic groups: Slovenians 87.8%, Croatians 2.8%, Serbs
2.4%, Bosnians 1.4%, Hungarians 0.4%, other 5.2%
Landesname: Republik Slowenien in Landessprache:
Republika Slovenija Staatsform: Parlamentarische Demokratie
Unabhängigkeit: seit 1991 Hauptstadt: Ljubljana
Sprache: Slowenisch Einwohner: 1.980.000 Bevölkerungsdichte:
98,2 Einw./ km2 Landesfläche: 20.256 km2 (Küste:
46,6 km) Religionen: Katholiken 86.0%, Griechisch-Orthodox
2 %, Moslems 1,5 %, andere 10,5% Ethnische Gruppen: Slowenen
87.8%, Kroaten 2.8%, Serben 2.4%, Bosnier 1.4%, Ungarn 0.4%,
andere 5.2%
GESCHICHTE
Die Slowenen wanderten in der 2. Hälfte des 6. Jahrhunderts
in ihr Siedlungsgebiet ein. Der Kernraum wurde das Herzogtum
Krain, das seit dem 13. Jahrhundert zu Habsburg gehörte.
Zeit der Monarchie: Napoleonische Truppen besetzen
1797, 1805 und 1809 das Siedlungsgebiet der Slowenen, Gründung
der Illyrischen Provinzen (1809–1813). 1848–1849:
Als Folge der Wiener Märzrevolution Einigungsbestrebungen
der Südslawen in der Habsburger Doppelmonarchie. Forderung
nach politischer und kultureller Gleichberechtigung der Slowenen
(Slowenisch als Amtssprache, slowenische Schulen, slowenische
Universität usw.)
Zwischenkriegszeit: 1918: Nach Auflösung der österreich-ungarischen
Monarchie wird Slowenien Teil des vom serbischen Thronfolger
Alexander Karadordevic proklamierten Königreich der Serben,
Kroaten und Slowenen, das 1929 in Königreich Jugoslawien
umbenannt wird. 1919/20: Die slowenischen Ansprüche auf
einige Gebiete im südlichen Kärnten können nicht
realisiert werden, diese bleiben bei Österreich. Das westliche
Innerkrain (Istrien und Görz) kommt im Vertrag von Rapallo
(1920) an Italien.
Nach dem 2. Weltkrieg, Zeit des Kommunismus: 1941-45:
Jugoslawien wird von deutschen und italienischen Truppen besetzt,
das Territorium wird zerstückelt. 1945 Proklamation der
Föderativen Volksrepublik Jugoslawien unter der Führung
Titos, in der Slowenien 1946 Teilrepublik wird. 1947 wird das
Staatsgebiet von 1941 wiederhergestellt und das slowenische
Gebiet um Julisch-Venetien erweitert. Triest bleibt italienisch.
1948 Bruch zwischen Tito und Stalin führt zu einer Politik
der Blockfreiheit. 1974 Eine Verfassungsänderung bildet
die Grundlage für weitreichende Autonomie in den Teilrepubliken.
1980 Tod Titos. Die wirtschaftlichen und politischen Probleme
des Vielvölkerstaates Jugoslawien werden immer größer.
Ab Mitte der 80er Jahre treten verstärkt separatistische
Tendenzen in Slowenien auf.
Situation heute: Von den 6 Teilrepubliken des ehemaligen
Jugoslawien wurde Slowenien kaum in kriegerische Auseinandersetzungen
und religiös-ethnische Wirren verstrickt. Bereits im April
1990 fanden erste demokratische Wahlen statt. Auf die formelle
Unabhängigkeitserklärung Sloweniens am 25. Juni 1991
(wie auch der Kroatiens) reagiert Belgrad mit Waffengewalt.
Slowenien tritt aus der Föderation aus, es kommt zu kurzzeitigen
Kampfhandlungen zwischen der slowenischen Miliz und der jugoslawischen
Bundesarmee. Die völkerrechtliche Anerkennung, unterstützt
vor allem von Bonn und Wien, wurde am 15. Januar 1992 von allen
EG-Staaten ausgesprochen. 1998 wird Slowenien EU-Beitrittskandidat,
Aufnahme der Beitrittsverhandlungen. 01. Februar 1999: Inkrafttreten
des Europaabkommens mit der EU. Zum 01. Mai 2004 Aufnahme in
die EU.
WIRTSCHAFT
Die Wirtschaft hat sich seit der Unabhängigkeit 1991
positiv entwickelt. Noch übt der Staat eine Kontrolle über
die Wirtschaft aus, mehr als 50% der Betriebe gehören dem
Staat. Sogar die Touristikindustrie, die etwa 9% des BIP erwirtschaftet,
ist fest in staatlicher Hand, die Privatisierung verläuft
schleppend. Wichtigste Exportgüter: Maschinen, Fertigprodukte,
Medikamente. Ressourcen: Agrarprodukte, Wein, Tourismus,
Blei, Quecksilber.
WELTKULTURERBE
Höhlen von Skocjan seit 1988
LINKS
WEITERFÜHRENDE LITERATUR
- Slowenen und Deutsche im gemeinsamen Raum. Neue Forschungen
zu einem komplexen Thema. Harald Heppner, Oldenbourg (Oktober
2002)
- Die Grenzgängerin. Ein Leben zwischen Österreich
und Slowenien. Ludmilla Misotic. Boehlau, Wien (1992)