RUMÄNIEN
Country name: Romania in national language:
Romania Form of government: Republic, constitution of
1991 Capital: Bucharest Language: Romanian (part
of the Romanesque family of languages) Inhabitants: 22,400.000
(2002) Population density: 94 inh./km2 Total area:
238,391 km2 (28% woods, 45% farmland, 18% meadows and feedlot)
Religions: Romanian-Orthodoxs 87% Ethnic groups: Romanians
89.5%, Hungarians 6.6%, Romas 2.5 %, other 1.4%
Landesname: Rumänien in Landessprache: Romania
Staatsform: Republik, mit einer Verfassung von 1991 Hauptstadt:
Bukarest Sprache: Rumänisch (gehört zur romanischen
Sprachfamilie) Einwohner: 22,400.000 (2002) Bevölkerungsdichte:
94 Einw./km2 Fläche: 238.391 km2, davon 28% Wald,
45% Ackerland, 18% Wiesen und Weiden Religionen: Rumänisch
Orthodoxe 87% Ethnische Gruppen: Rumänen 89.5%,
Ungarn 6.6%, Roma 2.5 %, andere 1.4%
GESCHICHTE
Rumänien, oft das "Land der Römer" genannt, war
ursprünglich eine römische Provinz. Bis auf einen
Küstenstreifen am schwarzen Meer im Südosten ist es
landumschlossen. Die Farben der Landesfahne stellen die Vereinigung
von Modau (rot), Walachei (grün) und Siebenbürgen
(gelb) dar. Die ersten Donaufürstentümer – Walachei
und Moldau – entstanden im 14. Jahrhundert; erst im 16.
Jahrhundert gründete sich das Siebenbürger Fürstentum.
In den russisch-türkischen Kriegen seit 1768 gerieten die
Kleinstaaten unter russische Schutzherrschaft. Fürst Aleandru
Joan Cuza vereinte Walachei und Moldau 1862 zum Staat Rumänien,
dessen erster König 1881 der Hohenzoller Karl I. wurde.
1. Weltkrieg: Nach anfänglicher Neutralität
erklärte Rumänien Österreich-Ungarn 1916 den
Krieg, nach dessen Ende Rumäniens Staatsgebiet sich mehr
als verdoppelt hatte. Zwischen den Weltkriegen konnte sich Rumänien
weder innen- noch außenpolitisch stabilisieren. Die Willkürherrschaft
König Karls II. artete 1938 in offener Diktatur aus. Der
zum "Führer" avancierte General Ion Antonescu trat 1941
an der Seite Deutschlands in Krieg gegen die Sowjetunion ein.
2. Weltkrieg und danach: Nach dem Sturz Antonescus
1944 wurde Rumänien von sowjetischen Truppen besetzt, kämpfte
gegen Deutschland und wurde 1947 zur Volksrepublik, die 1965
mit neuer Verfassung in Sozialistische Republik Rumänien
umbenannt wurde. Staats- und Parteichef Nicolae Ceausescu (1965
bis 1989 an der Macht) zeigte sich anfangs unabhängig von
Moskau, so das der Westen erst in den späten 70er Jahren
auf die wachsende Unterdrückung der Bevölkerung reagierte.
Eine blutige Revolution (ca. 1.500 Tote) besiegelte im Dezember
1989 das Ende des letzten kommunistischen Regimes in Europa.
Situation heute: Privatisierung und marktwirtschaftliche
Wirtschaftsordnung: die Reformprogramme, zu denen auch die Aufhebung
staatlicher Preiskontrollen zählt, führten zu sozialen
Problemen. Vorrangiges außenpolitisches Ziel Rumäniens
ist die Aufnahme in EU und NATO. Die innenpolitische Lage ist
heute geprägt von dem Bemühen, die Last der Ceausescu-Diktatur
weiter abzubauen und die Strukturen des Landes in allen Bereichen
auf demokratischer Grundlage zu reformieren. Zur Rückgabe
bzw. Entschädigung von Eigentum an Gebäuden, das vom
kommunistischen Regime enteignet oder beschlagnahmt worden war,
wurde Anfang 2001 ein Gesetz vom Parlament verabschiedet. Ein
Gesetz zur rechtlichen Bewältigung des Ceausescu-Regimes
in Form des Zugangs zu den sogenannten Securitate-Dossiers wurde
verabschiedet, die Umsetzung wirft jedoch erheblich Probleme
auf.
WIRTSCHAFT
Wichtigste Außenhandelspartner Export: Italien,
Deutschland, Frankreich, Türkei, USA. Import: Deutschland,
Italien, Russland, Frankreich Tschechien. Exportgüter:
Maschinen und Transportausrüstung, Kraftfahrzeugteile,
Treibstoff, Mineralien und Metalle, chemische Erzeugnisse, Konsumgüter,
Holz- und landwirtschaftliche Produkte. Importgüter:
Kraftstoffe, Mineral- und Metallerzeugnisse, Maschinen und Verkehrsmittel,
land- und forstwirtschaftliche Produkte, Konsumgüter, Rohstoffe.
Industrie: Bergbau, Förderindustrie, Metallurgie,
Holzbearbeitung, Baumaterialien, Leichtindustrie (Leder- und
Textilerzeugnisse), Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie,
Chemie, Erdölraffination, Maschinenbau. Rohstoffe:
Erdöl, Erdgas, Kohle, Erze, Salz, Holz.
WELTKULTURERBE
Biosphärenreservat Donaudelta; Dörfer und
Wehrkirchen in Transilvanien; Kloster Horezu;
Bemalte Kirchen in der nördlichen Moldau; Festungsanlage
der Daker in den Bergen von Orastie; Holzkirchen von
Maramures; Historisches Zentrum von Sighisoara.
LINKS
WEITERFÜHRENDE LITERATUR
- Rumänien entdecken. Kunstschätze und Naturschönheiten.
Britta Hannover. Trescher Verlag, Berlin (2002)
- Zentraleuropa Almanach: Rumänien. Hrsg: Erhard
Busek, Molden Verlag, Wien (2003)