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BLUT & HONIG – ZUKUNFT IST AM BALKAN



MOLDAWIEN

Country name: Republic of Moldova in national language: Republica Moldova. The country name derives from the principality Moldova which developed in the 14th c. and which today is mainly accounted to the neighbouring Romania. Form of government: Republic Independency: Since 1991 Capital: Chisinau Languages: Moldavian, Russian, in the south of the country (Gagausia) also Turkish. The Moldavian scripture is identical with the Romanian, however, until 1989 it used the Cyrillic scripture. Inhabitants: 4,380,000 Population density: 129.9 inh./ km2 Total area: 33,700 km2. Moldova politically consists of three areas: the self-declared Republic of Transnistria, the autonomous areas of Gagausen and the remaining national territory Religions: Christians 60% (Roman-Orthodoxs and Russian-Orthodoxs), Jewish 10%, and others Ethnic groups: Ukrainians 13.8%, Russians 13.0%, Jewish 2.0%, Bulgarians 1.5%, other 5.2%

Landesname: Republik Moldawien in Landessprache: publica Moldova. Der Landesname leitet sich vom Fürstentum Moldau ab, das im 14. Jh. entstand, heute aber zum größten Teil zum Nachbarland Rumänien gehört. Staatsform: Präsidiale Republik seit 1991 Staatsform: Republik Unabhängigkeit seit 1991 Sprachen: Moldauisch, Russisch, im Süden des Landes (Gagausien) auch Türkisch. Die moldauische Schriftsprache ist mit der rumänischen identisch, bediente sich aber bis 1989 der kyrillischen Schrift. Das Moldauische gehört zu den romanischen Sprachen. Hauptstadt: Chisinau Fläche: 33.700 km2. Moldawien besteht politisch gesehen aus drei Landesteilen: der selbsternannten Republik Transnistrien, dem autonomen Gebiet der Gagausen und dem restlichen Staatsgebiet Einwohner: 4.380.000 Bevölkerungsdichte: 129,9 Einw./km2 Religionen: Christen 60% (Rumänisch-Orthodoxe und Russisch-Orthodoxe), Juden 10%, u.a. Ethnische Gruppen: Ukrainer 13,8%, Russen 13,0%, Juden 2,0%, Bulgaren 1,5%, andere 5,2%.


GESCHICHTE

Kaum ein Land hat mehr Invasionen feindlicher Heere erlebt, war öfter Spielball fremder Mächte: Mongolische Reiter, Türken, Russen und Rumänen besetzten das Land oft über Jahrhunderte. Ab dem 4. Jahrhundert wird das Gebiet der heutigen Staaten Rumänien und Moldawien in stetem Wechsel von Hunnen, Awaren, Slawen und Magyaren (Ungarn) heimgesucht, wobei die Aufnahme slawischer Sprach- und Kulturelemente in die dakisch-römische Kultur zur Herausbildung des rumänischen Volkes führt, das erstmals im 13. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Gebiet der heutigen „Republica Moldova“ erwähnt wird. Anfang 14. Jahrhundert: Nach der Teileroberung durch das walachisch-ungarische Fürstengeschlecht Basarab wird das Gebiet "Bessarabien" genannt. 1362 Bogdan I. gründet das von Ungarn unabhängige Fürstentum Moldau.
Ab 1456 gerät das Fürstentum Moldau immer wieder unter die Oberhoheit des Osmanischen Reiches. 1856 Aufgrund des Eingreifens Englands und Frankreichs zugunsten der Türken verliert Russland den sogen. "Krimkrieg" und damit den größten Teil Bessarabiens, das nun wieder dem Fürstentum Moldau angegliedert wird. 1861 Alexandru Ioan Cuza proklamiert unter der Oberhoheit des Osmanischen Reiches die Vereinigung von Moldau und Walachei zum neuen Einheitsstaat "Romania" (Rumänien) mit der Hauptstadt Bukarest. 1877 Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich. 1924 wird im ukrainisch-rumänischen Grenzgebiet östlich des Dnjestr (Transnistrien) die Moldauische Autonome Sowjetrepublik gegründet, die Teil der Ukrainischen Unionsrepublik ist.

2. Weltkrieg und Zeit des Kommunismus 1940 Bessarabien wird auf der Grundlage des geheimen Zusatzprotokolls zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt von Rumänien an die Sowjetunion abgetreten und mit Transnistrien zur moldauischen Sowjetrepublik vereinigt.
1941–44 gehört Moldawien zeitweilig wieder zu Rumänien, 1944 Wiedereroberung durch die Rote Armee.
1989 wird Rumänisch (Moldauisch) wird Staatssprache und die lateinische Schrift wieder eingeführt

Situation heute: 1990 siegt bei Parlamentswahlen eine nichtkommunistische Mehrheit. Moldawien erklärt sich zum souveränen Staat innerhalb der UdSSR.
1991 Unabhängigkeitserklärung am 27. August. Republik im Verbund der GUS (Gemeinschat unabhängiger Staaten).
1994 neue Verfassung mit Schwerpunkt der unabhängigen Identität von Rumänien. 1997 unterzeichneten Moldawien und Trans-Dniester ein Dokument in Moskau, welches die Form des Landes bestätigt.
1998 Die russische Finanzkrise im Herbst zog Moldawien stark in Mitleidenschaft, das bis zu 60% vom Außenhandel mit Russland abhängig ist.


WIRTSCHAFT

Moldawien ist eines der ärmsten Republiken der GUS. Die Exporte nach Russland sinken kontinuierlich, die Inflation steigt. Reformvorhaben kommen nicht voran, weil sich Regierung und Parlament blockieren
Wichtigste Exportgüter: Nahrungsmittel, Textilien, Maschinen Ressourcen: Lignit, Phosphate, Weintrauben/Wein, Tabak, Getreide, Obst und Gemüse


KULTUR

In der Kultur Moldawiens spiegelt sich die enge Verknüpfung mit der Geschichte des Nachbarlandes Rumänien wieder.


LINKS


LITERATUR

  • Kunstdenkmäler in der Sowjetunion / Ukraine und Moldawien - Ein Bildhandbuch
    Sonderausgabe von Grigori Nikonowitsch Logwin, Dtsch. Kunstvlg., M. (1985)
  • Bukowina, Bessarabien, Moldawien. Vergessenes Land zwischen Westeuropa, Russland und der Türkei von Hannes Hofbauer, Viorel Roman (1993)

 

 
updated: 06.09.2010