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BLUT & HONIG – ZUKUNFT IST AM BALKAN



MAZEDONIEN

Country name: Former Republic of Macedonia (F.Y.R.O.M.) in national language: Republika Makedonija Form of government: Parliamentary Democracy Independency (from Yugoslavia): 17 Sept. 1991 Capital: Skopje Languages: Macedonian, Albanian, Turkish, Romani, Serbian, Vlach. The spelling of Macedonia or Makedonia is synonymous (Slavonian/Greek vs. Latin phonetics/syntax). The antic Kingdom was called Makedonia. Inhabitants: 2,041,467 (2000) Population density: 80 inh./km2 Total area: ca. 25,333 km2 (24,856 km2 mainland, 477 km2 water surface). Since 17 Sept. 1991, 1/3 of the Macedonian area is accounted to the Republic of Macedonia. The remaining part belongs to the neighbouring Greece (Aegean-Macedonia), Bulgaria (Pirin-Macedonia), Serbia and Albania. Religions: Macedonian Orthodoxs 67%, Muslims 30%, other 3% Ethnic groups: Macedonians 66.6%, Albanians 22.7%, Turks 4%, Romas 2.2%, Serbs 2.1%, other 2.4%

Landesname: Former Republic of Macedonia (F.Y.R.O.M.) in Landessprache: Republika Makedonija Staatsform: parlamentarische Demokratie Unabhängig seit dem 17. September 1991 (von Jugoslawien) Hauptstadt: Skopje Sprachen: Mazedonisch, Albanisch, Türkisch, Romani, Serbisch, Vlachisch. Die Schreibweise Makedonien oder Mazedonien ist gleichbedeutend (slawische/griechische vs. lateinische Lautung/Schreibung). Das antike Königreich hieß Makedonien Einwohner: 2.041.467 (2000) Bevölkerungsdichte: 80 Einw./km2 Fläche: ca. 25.333 km2, davon 24.856 km2 Land, 477 km2 Wasser. Seit dem 17.09.1991 zählt 1/3 des ursprünglich mazedonischen Gebietes zur heute unabhängigen Republik Mazedonien. Der Rest des mazedonischen Gebiets gehört zu den Nachbarstaaten Griechenland (Ägäis-Makedonien), Bulgarien (Pirin-Mazedonien), Serbien und Albanien Religionen: Makedonische Orthodoxe 67%, Muslime 30%, andere 3% Ethnische Gruppen: Makedonier 66,6%, Albaner 22,7%, Türken 4%, Roma 2,2%, Serben 2,1%, andere 2,4%


GESCHICHTE

Das Gebiet des heutigen unabhängigen Staates Mazedonien ist Teil des von den Argeaden im 7. Jh.v.Chr. begründeten Königreichs Mazedon das im Norden und Süden weite Gebiete der heutigen Staaten Republik Mazedonien, Bulgarien und Griechenland umfasste und bis zur Ägäischen Küste reichte.

1. Balkankrieg: 1912 Bulgarien, Serbien und Griechenland vertreiben die Türken aus Mazedonien, um das Land unter sich aufzuteilen. Die Osmanen unterliegen und müssen im "Londoner Frieden" (Mai 1913) in die Abtretung fast ihres gesamten europäischen Gebietes einwilligen. Da sich die Siegermächte jedoch nicht auf eine Aufteilung einigen können – Hauptstreitpunkt ist Mazedonien – kommt es 1913 zum 2. Balkankrieg und der 2. mazedonischen Teilung. Im "Frieden von Bukarest" wird Mazedonien zwischen Griechenland, Bulgarien und Serbien aufgeteilt, wobei Griechenland den größeren Teil erhält. Bulgarien erhält Pirin-Mazedonien, Griechenland, das ägäische Mazedonien und Serbien das Gebiet der heutigen "Republik Mazedonien".

29. November 1945: In Belgrad wird die "Föderative Volksrepublik Jugoslawien" (FNRJ) ausgerufen, bestehend aus den Gliedstaaten Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Mazedonien und Serbien. Nach dem 2. Weltkrieg wird Mazedonien erstmals zu einer Verwaltungseinheit, als eine Republik innerhalb Jugoslawiens, konstituiert.

Situation heute: Seit 1991 ist Mazedonien unabhängig. Die Aufnahme in die Vereinten Nationen erfolgte im April 1993. Am 9. April 2001 unterzeichnen Mazedonien und die EU das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU. Im Sommer 2001 wird eine Waffeneinsammelaktion der UCK durch die NATO beschlossen. Die Kämpfer der albanischen "Nationalen Befreiungsarmee" geben bis 26. September ihre Waffen ab. Als Gegenleistung werden den Albanern und anderen Minderheiten mehr Rechte eingeräumt. Albanisch ist die zweite offizielle Amtssprache des Landes. Im September 2002 fanden Wahlen für ein neues Parlament statt.


WIRTSCHAFT

Durch den Zerfall des ehemaligen Jugoslawien ist der für Mazedonien wichtige Binnenmarkt zusammengebrochen. Nach Beendigung der Sanktionen gegen die BR Jugoslawien und des griechischen Embargos war eine Verbesserung des Handels mit der BR Jugoslawien – insbesondere auch nach Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens – zu verzeichnen. Der Krieg im Kosovo hat das Land für einige Zeit wirtschaftlich gelähmt, was aber überwunden ist. Durch die Flüchtlingswelle kam es zu einer großen wirtschaftlichen und vor allem finanziellen Belastung, was aber später durch die Verwendung Mazedoniens als Aufmarschbasis und später Versorgungsbasis für die KFOR-Truppen, die Verwaltung der UN im Kosovo (UNMIK) und vieler Hilfsorganisationen ausgeglichen wurde. Nach Kroatiens Ansuchen um einen EU-Beitritt will nun auch Mazedonien bis Ende des Jahres 2003 ein Gesuch abgeben. Der EU-Gipfel im kommenden Juni 2003 soll ein klares Signal für eine Mitgliedsperspektive der südosteuropäischen Länder geben. Wichtigste Exportprodukte: Eisen, Stahl, Bekleidung und Schuhe, Tabak, Zink, synthetische Fasern, Wein, Trauben.


WELTKULTURERBE

Ohrid wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Fotos, Daten & Fakten unter www.ohrid.de


LINKS


WEITERFÜHRENDE LITERATUR

  • Die Sicheln im Zentralbalkan. Vojvodina, Serbien, Kosovo und Mazedonien. Rastko Vasic (1998 )
  • Mazedonien zwischen den Fronten. Junger Staat mit alten Konflikten. Wolfgang Libal, Europa Verlag GmbH (1993)

 

 
updated: 06.09.2010