ALBANIEN
Country name: Republic of Albania in national language:
Republika e Shqiperisë Form of government: Since
1991 Presidential Republic Language: Albanian (Indo-European).
The Albanian language developed from the Illyrian between the
6th and 4th c. B.C.,. During the 400-year-long governance of
the Turks the Albanian language and culture was suppressed.
Until 1880, Albanian-language schools were not allowed. Capital:
Tirana Inhabitants: 3,113,000 Population density:
120.3 inh./km2 Total area: 28,748 km2 (5% water surface) Religions:
Sunnites 70%, Orthodox-Christians 20%, Catholics 10% Ethnic
groups: Albanians 98%, Greeks 1.8%, Macedonians 0.1%
Landesname: Republic of Albania in Landessprache:
Republika e Shqiperisë Staatsform: Präsidiale
Republik seit 1991 Sprache: Albanisch (indogermanisch).
Die albanische Sprache soll sich zwischen dem 6. und dem 4.
Jahrhundert v. Chr. aus dem Illyrischen entwickelt haben. Während
der 400 Jahre dauernden Herrschaft der Türken wurden die
albanische Sprache und Kultur unterdrückt. Bis 1880 war
keine albanisch-sprachige Schule erlaubt. Hauptstadt:
Tirana Einwohner: 3.113.000 Bevölkerungsdichte:
120,3 Einw./km2 Fläche: Festland: 28.748 km2, davon
5% Wasseroberfläche Religionen: Sunniten 70%, orthodoxe
Christen 20%, Katholiken 10% Ethnische Gruppen: Albaner
98%, Griechen 1,8%, Mazedonier 0,1%
GESCHICHTE
Albanien heißt auf albanisch Shqipëri, "Land des
Adlers". Ein zweiköpfiger Adler auf rotem Grund ist das
Wappentier. Albanien ist eines der ethnisch homogensten Länder
der Erde. Über 98% der Einwohner sind Albaner. Zu den Minderheiten
gehören Roma, Serben und Bulgaren. Die Albaner sind in
zwei Bevölkerungsgruppen geteilt: Ghegas im Norden und
Tosken im Süden. Die Albaner führen ihre Ursprünge
auf die Illyrier zurück, einem indogermanischen Volk, das
die Balkanhalbinsel während oder kurz nach der Bronzezeit
(ca. 1000 v. Chr.) besiedelt hat. Dem heutigen Nationalhelden
Albaniens, Fürst Gjergj Kastrioti (1405–68), bekannt
als Skenderbeg, gelang es 1444, die Albaner erstmals zu vereinen
und die eindringenden Osmanen abzuwehren. Die erstmals 1878
zum Ausdruck gekommenen Autonomiebestrebungen führten 1910
zu einer offenen Rebellion gegen die Türkenherrschaft.
Serben, Montenegriner und Griechen erklärten der Türkei
den Krieg und marschierten im Oktober 1912 in das albanische
Territorium ein. Nach Ausbruch des ersten Balkankrieges rief
Ismail Kemal Bei am 28. Nov. 1912 in Valona die Unabhängigkeit
Albaniens aus. Der 28. Nov. 1912 ist heute der Nationalfeiertag
in Albanien. 1920: Das Veto von US-Präsident Woodrow
Wilson verhinderte, dass Albanien nach dem 1. Weltkrieg
auf die Nachbarländer aufgeteilt wurde. In der Zwischenkriegszeit
gehörten Umstürze und Einmärsche fremder Truppen
zum Alltag.
2. Weltkrieg und Zeit des Kommunismus: Der Führer
der 1941 gegründeten kommunistischen Partei, Enver Hodscha
bildete nach dem Abzug der deutschen Truppen mit Unterstützung
des jugoslawischen kommunistischen Führers Tito eine Volksfrontregierung.
Hodscha wandelte 1946 unter Ausschaltung der Opposition Albanien
in eine Volksrepublik um. Die Wirtschaft wurde verstaatlicht.
1961 ordnete sich Albanien in dem Streit zwischen der Sowjetunion
und China Mao Tse-Tung zu. Die politische Führung des Landes
rief 1967 mit Albanien den ersten atheistischen Staat der Welt
aus, es war keine Religion mehr erlaubt. Kirchen und Moscheen
wurden geschlossen. 1985, nach Hodschas Tod, kam Ramiz Alia
an die Macht, der das sozialistische System bewahren wollte,
1990 aber die Erlaubnis gab, unabhängige politische Parteien
zu gründen.
Situation heute: Seit 1991 ist das Land eine präsidiale
Republik. Es folgte eine Transformation zur Marktwirtschaft.
Albanien kämpft mit den Folge-Problemen der kommunistischen
Zeit: hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Infrastruktur, Umweltverschmutzung
etc. Der Atheismus im Lande ist groß geblieben.
WIRTSCHAFT
Albanien öffnete 1990 seine Grenzen. Viele Albaner versuchten
die Flucht nach Italien oder Griechenland. Fast die Hälfte
des albanischen Siedlungsgebietes liegt außerhalb der
albanischen Staatsgrenzen, hauptsächlich im Kosovo, in
Mazedonien und Griechenland, Albanien normalisiert allmählich
seine Beziehungen zu diesen Ländern. Es ist derzeit der
am wenigsten industrialisierte Staat Europas mit einer Arbeitslosenrate
von nahezu 20%. Seit 1994 hat Albanien mit dem Wiederaufbau
begonnen. Sein Wirtschaftswachstum ist beträchtlich (mehr
als 8%). Albanien äußerte als erstes osteuropäisches
Land den Wunsch nach NATO-Mitgliedschaft und gehört seit
Juni 1995 dem Europarat an.
Führend ist die kollektivierte Landwirtschaft. Bodenschätze:
Erdöl und Erdgas, Chrom-, Kupfer-, Eisen- und Nickelerze,
Braunkohle. Die Industrialisierung wurde vor allem mit chinesischer
Hilfe vorangetrieben. Ausgeführt werden Erdöl, Chromerz,
Tabak, Gemüse, elektrischer Strom.
Die EU-Beitrittsverhandlungen sind aufgenommen.
WELTKULTURERBE
Ruinenstadt Butrinti
LINKS
WEITERFÜHRENDE LITERATUR
- Albanien. Ein Fotolesebuch Erich Andres, Karol Kallay,
Wolfgang Krolow (1992)
- Albanien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Peter
Bartl (1995)