ANZINGER / LEBSCHIK Werkschau
aktueller Arbeiten
06.11.02 – 02.02.2003, Ausstellungshalle und Kleiner Saal
Ab 06.11.2002 zeigt das Kunsthaus Sammlung Essl in der Ausstellungshalle
die neuesten Arbeiten von Siegfried Anzinger und im Kleinen
Saal eine repräsentative Serie der Reihe "Mädchenbilder"
von Marie Luise Lebschik.
Die Ausstellung entstand nicht zuletzt aus der Freundschaft
des Künstlerehepaars mit Agnes und Karlheinz Essl, die
den Weg der beiden Künstler seit Jahren verfolgen und zahlreiche
Werke für ihre Sammlung erwarben.
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SIEGFRIED ANZINGER
Madonna, blau, rot, blond, (2002)
Leimfarbe auf Leinwand
75 x 60 cm
© Siegfried Anzinger
Foto: Franz Schachinger, Wien |
Marie Luise Lebschik und ihr Mann, Siegfried Anzinger, zählen
zu jener Generation, die mit dem Medium Malerei in den 80er
Jahren eine mehrfach totgesagte Kunstgattung zu neuem Leben
erweckten. Siegfried Anzinger war in diesen Jahren einer der
Stars der europaweiten Bewegung der „neuen wilden Malerei“.
Öffentliche Sammlungen kauften seine Bilder und 1988 stellte
er bei der Biennale in Venedig aus. Seit zwanzig Jahren lebt
Anzinger in Köln und Lucca.
Seit 1997 leitet er an der Kunsthochschule Düsseldorf die
Klasse für Malerei. Anzingers einzigartiger Stil transparter
Leinfarben-Malerei überzeugt durch die Stabilität
und die Schönheit einer fließenden Zartheit in Oberfläche
und Figur. Die Ausstellung präsentiert mehr als 60 Arbeiten
der letzten zwei Jahre sowie eine Auswahl an 10 Terrakotten
und mehrere Aquarelle.
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MARIE LUISE LEBSCHIK
Dalia - Faltenwurfkleid (1998)
Öl auf Leinwand
90 x 80 cm
© Marie Luis Lebschik
Foto: Franz Schachinger, Wien |
Marie Luise Lebschik widersetze sich von Beginn an der großen
Geste und dem großen Format. Ihr malerisches Interesse
ist auf die Untersuchung der Relation von Figur und Raum konzentriert.
Konsequent bearbeitet sie das Thema des Modells als Individuum
und als Körper im Raum. Vielfach scheint die Künstlerin
die „Eigenwilligkeit“ des Modells zu ignorieren.
Farbauswahl, Farbsetzung und das Aufeinandertreffen von nahezu
abstraktem Raum mit den Konturen des Körpers, schieben
sich als Thema in den Vordergrund.
Der außergewöhnliche Reiz der Werke Lebschiks geht
aber dennoch von dem Vermögen der Künstlerin aus,
die Persönlichkeit des Modells, trotz der bestechenden
Betonung malerischer Momente, subtil ins Spiel zu bringen. In
der Ausstellung sind ca. 25 Leinwandbilder, 14 Zeichnungen und
10 Fotografien der Künstlerin zu sehen.
Katalog
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Broschiert, 168 Seiten, 160 Farbabbildungen.
Mit Texten von Robert Fleck, Max Hollein, Marcus Steinweg,
Gabriele Bösch und Karlheinz Essl.
Edition Sammlung Essl: Klosterneuburg 2002
€ 22.00 (Bestellung per Email)
ISBN 3-902001-08-9 |
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updated: 06.09.2010
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